Almeria ist einer der geographischen Scheitelpunkte Spaniens, ein
privilegierter Winkel im Südosten der iberischen Halbinsel, an der Küste des
Mittelmeers.
Die ersten Spuren einer menschlichen Präsenz in diesem Gebiet zeigt die
archäologische Fundstätte von Los Millares im Gemeindegebiet von Santa Fe de
Mondújar, in nur 20 km Entfernung von Almeria.
Die Funde haben ein Alter von 5000 Jahren und die wichtigsten Konstruktionen
gehen auf die Bronzezeit zurück. Die arabische Kultur prägte den Charakter von
Almeria und einen Großteil der Provinz entscheidend.
Seit der Zeit des Emirates spielte Almeria eine vorherrschende Rolle als
Seehafen und Handelshafen. Unter dem Kalifat von Abd ar - Rahman III. jedoch
vervielfachte sich die Bevölkerung, die Alcazaba und die starken
Befestigungsmauern der Stadt wurden ausgebaut und der Hafen wurde zum Meer der
Reiche von Al- Andalus.
Nach der christlichen Eroberung wurden die Moscheen zwangsweise in Kirchen
umgewandelt. So wurde an der Stelle der einstigen Großen Moschee der Grundstein
für die neue katholische Kathedrale gelegt.
Die arabische Stadt begann sich zu verändern. Es entstanden neue Straßen und
Plätze mit Renaissance - Herrenhäusern der aufstrebenden Aristokratie. Ab dem
19. Jh. jedoch nahm die Stadt einen gewissen herrschaftlichen Charakter an, der
auch heute noch in den ältesten Vierteln wahrzunehmen ist.
Die Plaza Vieja ist ein Beispiel dieser neuen Architektur. Den Kontrast dazu
bilden volkstümliche Viertel wie La Chanca oder Pescaderías.
Zu den Sehenswürdigkeiten in Almeria gehört die Alcazaba ( maurische Festung
) sie ist das Juwel unter den Monumenten und beherrscht die Stadt als Wachturm
und militärische Verteidigungsanlage.
Die bis hinauf zur Alcazaba ansteigenden Stadtmauern geben einen Eindruck von
der strategischen Bedeutung Almerias als Verteidigungsbollwerk gegen die
Angriffe der Berberpiraten in den Jahren der beginnenden Teilung des islamischen
Herrschaftsgebietes in Al-Andalus.
Dieser Festungscharakter zeigt sich auch in einem anderen repräsentativen
Monument. Die Kathedrale von Almeria ist ein solides Bauwerk im Herzen des
Barrio Viejo. Das militärisch anmutende, festungsartige Äußere steht im Kontrast
zum subtilen und lieblichen Innenraum.
Es gibt in Almeria eine ganz besondere Route, geprägt von Aussichtspunkten,
von wo aus Sie die herrlichsten Bezirke der Stadt betrachten können. Genießen
Sie diese atemberaubenden Ausblicke mit dem Meer im Hintergrund.
So haben Sie z. B. von den Aussichtspunkten Barranco de Greppi, Cerrillo del
Hambre und dem Mirador - Plaza de San Roque einen außergewöhnlichen Überblick
über die malerischen und farbenfrohen Herrenhäuser des Viertels La Chanca y
Pescadería, der alten maurischen Vorstadt Al - Hawd.
Der Monumentalkomplex von La Alcazaba gestattet Ihnen von der Bastei Baluarte
de Saliente oder dem Wachturm Torre de la Vela einen wunderschönen Blick über
die engen und verwinkelten Gassen der Stadt.
Es herrscht warmes Mittelmeerklima mit einer Durchschnittstemperatur von 24°
C. bei den Maximal- und 14° C bei den Minimal werten.
Der Gast, der nach Almeria kommt, kann sich, wie auch in anderen
andalusischen Städten, an der Sitte erfreuen, neben seiner Bestellung zu einer
Tapa eingeladen zu werden. Leckere kleine Happen, die, wie könnte es in dieser
Hafenstadt auch anders sein, aus exzellentem Fisch und Meeresfrüchten bestehen.
Zu den traditionellen Rezepten gehören auch die frittierten Brotkrumen Migas,
sowie die kleinen Mehlklösschen Gurullos.
Was die Konditorei betrifft, so sind hier besonders Kringel, Windbeutel,
Blättergebäck und hausgemachte Marmelade zu erwähnen.
Die Küche von Almeria basiert sowohl auf dem Meer wie auch auf dem
Landesinneren. Sie ist sehr farbenreich und kreativ.
Am ersten Sonntag nach Drei Könige findet die Romería a Torregarcia statt,
eine Wallfahrt zu dem Ort, wo der Überlieferung nach im Jahre 1502 die
Schutzpatronin von Almeria erschienen ist. Daraufhin wurde an diesem Ort eine
Kapelle errichtet.
Im Februar füllen sich die Straßen mit Freude, Getöse und Farbenpracht: Die
Karnevalszeit ist angebrochen. Zu den typischen Umzügen und Veranstaltungen der
Gruppen in den Stadtvierteln kommt noch das Zusammentreffen der
Karnevalsgruppierungen im städtischen Auditorium Maestro Padilla.
Die Karwoche Semana Santa wurde zum nationalen touristischen Interesse
erklärt. Es nehmen fünfzehn Bruderschaften bei den Prozessionen teil.
Lohnenswert ist auch ein Besuch der Johannisnacht am 23. Juni, wenn am Strand
die „Júas“- Puppen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Dieser Brauch ist
dem Sommeranfang gewidmet.
Aber das größte Fest der Stadt ist zweifellos ihre Feria, die in der zweiten
Augusthälfte zu Ehren der Schutzpatronin von Almeria, Virgen del Mar, abgehalten
wird. Zehn Tage, an denen unzählige Veranstaltungen stattfinden. Der letzte
Samstag der Feria ist der Tag der Jungfrau, zelebriert mit einer Messe und einer
Blumengabe.