| Flughafen Malaga | 165 km |
| Granada | 99 km |
| Almeria | 117 km |
| Guadix | 103 km |
| Almunecar | 82 km |
| Nerja | 99 km |
| Torre del Mar | 120 km |
| La Herradura | 89 km |
Die Alpujarra, rau und schön.
Eine der bekanntesten Schönheiten der Provinzen Granada und Almeria ist ohne Zweifel die Alpujarra. Im Norden grenzt sie an die Sierra Nevada, im Süden an das Mittelmeer und im Osten und Westen an verschiedene Mittelgebirge. Die Region „Alpujarra“ besteht aus 55 Landkreisen.
Die Alpujarra ist in geographischer und ethnologischer Hinsicht einzigartig. Viele Dichter und Maler haben den einmaligen Reiz dieser Gegend, die von wunderschönen Bergen und Tälern geformt ist, in Versen oder mit dem Pinsel festgehalten.
In den Hängen liegen weiße Dörfer - so weiß, dass jeder Beobachter geblendet würde, der an ihrer Anmut zweifelt. Wegen der extrem bergigen Landschaft müssen sich die Dörfer an das Gelände anpassen, weshalb die Häuser im allgemeinen stufenförmig gebaut und nach Süden ausgerichtet werden, um das milde mediterrane Klima zu nutzen. Die gewundenen, gepflasterten Straßen, in denen die Zeit still zu stehen scheint, laden zum Spaziergang ein.
In der Alpujarra finden Sie beeindruckende Landschaftsbilder mit Mandelbäumen, Weinbergen und Terrassenkultur.
Archäologische Funde aus verschiedenen Ausgrabungen bezeugen, dass die Alpujarra schon in der Neolithischen Epoche besiedelt war. Kelten und Iberer bewohnten sie, danach auch die Römer, die einige Jahrhunderte später von den Arabern vertrieben wurden, welche ihrerseits Schöpfer eigener Kultur in der Zeit des maurischen Königreichs von Granada waren. Zu dieser Zeit wurde die Alpujarra zur Region der Seidenspinnerei, einer ihrer späteren Reichtümer.
Als Gegenleistung für seine Kapitulation vor den katholischen Königen wurde die Alpujarra dem König Boabdil als Landsitz übergeben. Die herrschenden katholischen Könige und deren Nachfolger, Karl V. und Philipp II., erschwerten die Lebensbedingungen der Bewohner der Region derart, dass die Situation in den Jahren 1568-1570 zu einer großen maurischen Rebellion eskalierte, angeführt von Aben-Humeya.
Das Ergebnis der Auseinandersetzungen war die Vertreibung der Araber und der nachfolgende Beginn der Neubesiedelung.
Die arabische Herkunft des Namens Alpujarra-AlBusarrat ist wie der Lebensstil, der motzarabischen Epoche bis heute erhalten geblieben. Die gegenwärtige Landwirtschaft und die Viehhaltung sind wie aus anderen Zeiten. Die landwirtschaftliche Produktion ist sehr divers, dank der verschiedenen Teile der Alpujarra, von der warmen Küste bis zum kalten Hochgebirge.
Heute beruht die Wirtschaft der Region auf alten und neuen Sektoren. Das Traditionelle hat sich zum Ökologischen gewandelt, während sich neue Gewerbe in verschiedenster Unternehmensform ansiedeln, wie zum Beispiel ein aus Japan finanzierter Hersteller von Ballettschuhen in Pitres.
Die Route durch das Land:
Lanjarón - Orgiva - Pampaneira - Bubión - Capileira - Pitres - Pórtugos -
Busquístar - Trevélez - Juviles - Bérchules - Cádiar - Mecina Bombarón - Válor -
Ugíjar.
Lanjarón ist das Eingangstor zur Alpujarra mit seinen terrassenförmig gebauten Häusern, seinen Aussichtspunkten und kleinen Sträßchen, die sich an den Flanken des Cerro de la Bordaila auf und nieder winden.
Sein berühmtes Kurbad bietet eine Vielzahl von Anwendungen für verschiedenste Krankheiten, denn die heilende Wirkung seines medizinischen Heilwassers ist gut bekannt.
Hervor zu heben unter den Sehenswürdigkeiten in Lanjarón sind die maurische Festung, die im Mudejarstil erbaute Kirche de la Encarnacion, die Kirche San Sebastián und die über dem Ort verteilten Aussichtspunkte. Lanjarón besitzt eines der bekanntesten Thermalbäder in Spanien.
Òrgiva:
Orgiva weist Ihnen den Weg hinauf zur Oberen Alpujarra. In einem Tal zwischen
dem Lujar-Gebirge und der Sierra Nevada, zwischen den Flüssen Chico und
Guadalfeo gelegen, ist der ursprüngliche maurische Stil in den alten Stadtteilen
erhalten geblieben.
Zu den Sehenswürdigkeiten in Òrgiva gehört der Palast des Duque de Arco aus dem 16. Jh, die Überreste der Mühlen von Benizalte die auf das 15. Jh. hinweisen sowie die Kirche San Sebastián.
Pampaneira:
Weiter der Straße folgend, erreichen Sie eines der bekanntesten Dörfer,
Pampaneira. Beim entlang wandeln in den engen Gassen bekommen Sie den Eindruck
eines Ortes, an dem die Zeit genau in der Epoche der Mauren, stehen geblieben
scheint. Besonders fallen die Kirche und die Touristeninformation auf. Dort
finden Sie interessante Informationen über die umliegende Natur.
Bubión:
Bubión ist vor allem durch die „Villa Turística“ bekannt geworden, ein am
Ortsrand liegendes Appartementdorf, das zum Anziehungspunkt geworden ist, da es
die Möglichkeit zu einigen Tagen Erholung in einer einmaligen Umgebung bietet.
Capileira:
In Capileira beginnt die eindrucksvolle Passtrasse, die bis zum Gipfel des
Veleta hinaufführt, aber auch der Ort ist einen Besuch wert. In dem Ortskern
finden Sie einige der schönsten typischen Gassen und Ecken der Alpujarra.
Pitres:
Weiter der Alpujarra-Straße folgend, eröffnet sich dem Besucher eine Landschaft
ähnlich und nahe dem Hochgebirge, aber dennoch reich und grüner als die vorher
gesehene. Zuerst erreichen Sie das Dorf Pitres, das ein wenig zerstreut am Hang
liegt und zu einem Spaziergang in seinen Gassen einlädt. Ein Rundgang durch die
Umgebung führt Sie zu einigen Feldkapellen und den nahe gelegenen Resten
arabischer Häuser.
Bevor Sie den nächsten Ort Pórtugos erreichen, lohnt sich unbedingt ein Halt an der bekannten „Fuente Agria“, der „sauren Quelle“. Ein Treppchen führt Sie hinab, scheinbar einige Meter ins Erdinnere und Sie gelangen in gespannter Erwartung zu der Stelle, die aussieht wie von einem Künstler gestaltet wo schließlich das Wasser aus dem Fels strömt, reich an Kohlensäure und Eisen. Das Wasser wird geschätzt wegen seiner therapeutischen Qualitäten.
Busquístar:
Erfrischt zurück auf der Straße, eröffnet sich nun ein Reichtum an Bäumen und
dichtem Gebüsch, der einen intensiven Geruch nach Land und wilden Blumen
ausströmt. Als nächstes wird Busquístar erreicht, das in verschiedenen Stufen
wie in Terrassen am Hang befestigt ist, welcher in der Schlucht des Rio Trevélez
hineinführt. In der Umgebung dieses Ortes ist die typische Vegetation der
Alpujarra besonders gut erhalten.
Trevélez:
Als nächstes führt die Straße nach Trevélez, dem höchstgelegenen Ort der
iberischen Halbinsel auf 1700 Meter über dem Meer. Besonders bekannt geworden
ist Trevélez zweifellos durch seine exquisiten Schinken, die in der Bergluft
getrocknet werden und dadurch ihren unverwechselbaren Geschmack annehmen. Im
Flussbett des Trevélez finden sich außerdem die berühmten Trüffel.
Der Schinken aus Treveléz ist zusammen mit dem Wein der Contraviesa (der südwestliche Teil der Alpujarra) sozusagen die Krönung der Gastronomie der Alpujarra. Jedes Jahr am 5August besteigen die Bewohner von Trevélez den 3470 Meter hohen Mulhacén um in einer Art Prozession den Tag der Jungfrau des Schnees zu feiern.
Bérchules:
Nun führt Sie die Straße bergab durch eine Zone mit weniger Vegetation wo die
Orte Bérchules und Júviles zu einem Halt einladen. Danach haben Sie zwei
Möglichkeiten: Die erste Möglichkeit ist die, den Weg in die Contraviesa
fortzusetzen oder zweitens die der traditionellen Route zu folgen.
Ugíjar:
Der Reisende der die Route Contraviesa (spanisch geografische Angabe für Vino de
la Tierra, Weine aus den Bergen der Alpujarra) weiter besuchen möchte, muss
zunächst seinen eigenen Spuren in umgekehrter Richtung folgen. Obwohl in der
küstennahen felsigen Region die frühesten Bewohner der gesamten Gegend lebten,
sind die verstreuten weißen Dörfer relativ jung. Nach den Geschichtsschreibern
ist der Grund hierfür in der Vertreibung der Mauren zu suchen, welche die Region
unbewohnt zurückließen. Erst am Ende des 18. Jh. etablierte sich das ländliche
Leben.
Die Sehenswürdigkeiten von Ugíjar sind die Burg der „Escariantes“, die Kapelle
von San Anton, die Kirche der Märtyrerin, der so genannte Jungfrauenbrunnen, wo
nach der Legende Maria erschienen sein soll und der Brunnen der „Arca“.
Cádiar:
Nach dem Durchqueren einer mondähnlichen Landschaft erreichen Sie nach 20 km
Cádiar, einem Ort, dem sich die natürliche mit der Menschengeschaffenen
Schönheit zu vereinigen scheint und wo vor allem ein sehr geschätzter
Traubenmost hergestellt wird.
Mecina Bombarón:
Mecina Bombarón ist der Hauptort der Alpujarra de la Sierra. Zu seinen
Sehenswürdigkeiten gehört die Kirche San Miguel aus dem 18. Jh. sowie das Great
House.
Válor:
Wie in vielen Dörfern der Alpujarra hat Válor eine wunderschöne alte Kirche aus
dem 16. Jh. Sie können von Válor aus sehr schöne Wanderungen unternehmen.
Die Route der Küste:
Cádiar - Almegijar - Murtas - Torvizcón - Turón - Rubite - Albondón - Albunol
Bei Cádiar teilt sich die Strasse in zwei Richtungen. Wenn Sie den direkten Weg zur Küste wählen, sehen Sie unterwegs Los Morones, Los Vargas, Albodón und Albunol, weiße Dörfer, die verstreut im Grün der Landschaft liegen. Diese Gegend ist die Wiege des Weins, der als „Costa“ bekannt ist, ein Weißherbst aus dem Anbaugebiet „Tierra Contraviesa-Alpujarra“.
Wenn Sie jedoch über etwas Zeit verfügen, sollten Sie einen Besuch von Murtas mit seiner neoklassischen Kirche genießen, der größten der gesamten Alpujarra und Turón. Fahren Sie jetzt in westlicher Richtung weiter durchqueren Sie Dörfer wie Almegijar, Torvizcón, Alcázar, Fregenite, Olías, Bargis und Rubite. Diese Ortschaften bieten herrliche Landschaftsbilder im schönsten Stil der Alpujarra, mitten in der Sierra Contraviesa.
Bayárcal - Alcolea - Paterna del Rio - Darrícal - Láujar de Andarax - Berja - Fondón - Dalías
Beim Betreten des Gebietes der Alpujarra von Almería werden Sie von den Ortschaften Bayárcal und Paterna del Río begrüßt, gefolgt von Laujar de Andarax, wo das Rathaus, das Konvent San Pascual Bailón und seine öffentlichen Wasserbrunnen wie die von Pilar de la Plaza aus dem Jahre 1648, sehenswert sind.
Anschließend treffen Sie auf den Ort Fondón mit seinen wappengeschmückten Häusern, dem Rathaus, das an der Stelle des ehemaligen Getreidespeichers steht, dem Brunnen von Fondón aus der Zeit Karls III, sowie dem Gutshof „Cortijo de las Paces“ oder ehemaligen Gutshof von Hadid, wo Johann von Österreich das Ende des Krieges mit den Mauren unterzeichnete.
Nach der Besichtigung von Alcolea und Darrical mit seiner Schlossfestung kommen Sie nach Berja mit der Wallfahrtskirche „Nuestra Senora de Gádor“, den archäologischen Funden eines Amphitheaters, der maurischen Festung und den arabischen Bädern sowie dem Wachturm „Fuerte de los Enciso“.
Ihre Route endet in Dalías, bekannt als Balkon der Alpujarra und „Mirador al Mar“, ein Aussichtspunkt zum Meer. In seinem Ortskern sind noch die Merkmale seines maurischen Ursprungs aus dem Mittelalter erhalten, dazu gehören die Wohnhäuser mit Gemüsegarten und enge, in kleine Plätze mündende Sackgassen mit unregelmäßiger Anordnung.
Ein anderer großer Reiz der Alpujarra ist seine ausgeprägte und auf der Welt fast einmalige Gastronomie, die vor allem auf dem Reichtum an Gemüse, Trockenfrüchte und Fleisch beruht. Außer Speisen wird besonders auch Wein und Süßes hergestellt.
Unter anderem gibt es folgende Köstlichkeiten zu probieren.
Die „truchas“ (Fisch) mit Schinken aus Soportujar, den Fencheleintopf und „remonjón“ (Stockfisch mit Zwiebeln und Orange) aus Lanjarón, den Eintopf mit Hase aus Busquístar, den Kastanieneintopf aus Capileira, den Zigeuner-Kartoffeltopf aus Trevélez, die „gachas“ (Süßspeisen aus Milch, Mehl, Zimt und Zucker) aus Pampaneira, die gachas mit geröstetem Knoblauch aus Mecina-Bombarón, das Rebhuhn in „escabeeche“ (pikante Tomatensoße) aus Válor, der „liberale Reis“ aus Ugíjar und der gebratene Schweinekopf aus Rubite.
Die Fleischprodukte vom Schwein werden mit großer Hingabe hergestellt und verzehrt. In einigen Regionen gibt es sogar Schweineschlachtfeste, während andere Orte ihre Gäste mit einigen Scheiben Schinken aus Trevélez empfangen. Der Besucher kann Idealerweise diese Gabe mit einem vorzüglichen einheimischen Wein begießen, denn Sie befinden sich in einer Weingegend. Besonders hervorzuheben sind die Weine aus Albunol, Albondón, Almegíjar, Cádiar, Cástaras, Lobras, Murtas, Polopos, Sorvilán, Torvizcón, Turón, Ugíjar und Rubite.
Neben dem guten Essen waren Feste für die Mozaraber (Christen, die im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft im heutigen Portugal und Spanien lebten) von zentraler Bedeutung und sie sind es genauso noch heute für die Bewohner der Alpujarra, die „Alpujarrenos“. Die vielen Feste im Jahr sind oft mit gutem Essen verbunden und sind, ob religiöses Ereignis oder nicht, alle der Tradition verbunden und somit ein ethnologischer Schatz.
Das vielleicht bemerkenswerteste Fest heißt „Christen und Mauren“. Es erinnert an die maurischen Aufstände des 16. Jh. Das Fest ist reich an Farben und hat eine besondere Theatralik.
Bekannt ist auch „das Begräbnis des Fuchses“, wo symbolisch eine Fuchs-Puppe verbrannt wird. Mit Hilfe der Magie wurde das Tier umgebracht, das in den Ställen und auf den Feldern sein Unwesen trieb.
Am Jahresanfang, an den Tagen von San Antón, wird das Schwein zum Hauptdarsteller, vor allem auf dem Schlachtfest von Pampaneira, wo es im Überfluss Blutwurst, Salami und verschiedene Braten gibt, die mit einem guten Schluck einheimischen Mostes heruntergespült werden.
Wenn es ums trinken geht, ist der Besuch des bekannten Weinfestes von Cádiar zu empfehlen, wo der Wein wie Wasser aus der Quelle hervorströmt.
Die Feier des Wassers ist das Fest von San Juan in Lanjarón, wo das Vergießen des Wassers von Schinken begleitet wird.
In der Alpujarra gibt es inmitten vieler unverwechselbarer Dinge auch zauberhafte eigene Klänge, die nicht nur auf den Festen zu hören sind, sondern manchmal in irgendeiner der alten Tavernen, wo sich Einheimische zum Wein treffen und vielleicht ein paar Strophen in Versform oder einen ihrer Gesänge anstimmen. Lokale Instrumente und Stimmen, ein Teil des Stolzes der Bewohner, sind besonders auf den verschiedenen Musikfestivals zu hören.
| Cadiar | ||||||
| Almegijar | Murtas | |||||
| Torvizcon | Turon | |||||
| Rubite | Albondon | |||||
| Albunol | ||||||
Bei Cádiar teilt sich die Strasse in zwei Richtungen. Wenn Sie den direkten Weg zur Küste wählen, sehen Sie unterwegs Los Morones, Los Vargas, Albodón und Albunol, weiße Dörfer, die verstreut im Grün der Landschaft liegen. Diese Gegend ist die Wiege des Weins, der als „Costa“ bekannt ist, ein Weißherbst aus dem Anbaugebiet „Tierra Contraviesa-Alpujarra“.
Wenn Sie jedoch über etwas Zeit verfügen, sollten Sie einen Besuch von Murtas mit seiner neoklassischen Kirche genießen, der größten der gesamten Alpujarra und Turón. Fahren Sie jetzt in westlicher Richtung weiter durchqueren Sie Dörfer wie Almegijar, Torvizcón, Alcázar, Fregenite, Olías, Bargis und Rubite. Diese Ortschaften bieten herrliche Landschaftsbilder im schönsten Stil der Alpujarra, mitten in der Sierra Contraviesa.
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