Estepona ist eine Touristenhochburg an der Costa del Sol, die zwischen den
Bergen und dem Meer liegt. Sie hat eine Bevölkerung von ca. 51000 Einwohnern,
die in den Sommermonaten bedeutend anwächst. Die privilegierte Lage zwischen der
Berglandschaft der Sierra Bermeja und der 21 Km. langen Küste seines
Gemeindegebietes machen diesen Ort zu einem bedeutenden Ferienziel.
In den Ursprüngen könnte es eine befestigte Siedlung der Iberer gewesen sein,
die einigen Historikern zu Folge La Salduba hieß. Andere vermuten, dass der Ort
mit diesem Namen sich in Marbella befand. Die Ruinen der Ansiedlung sind auf dem
Hügel von Torreón zu finden, auf der rechten Seite des Flusses Guadalmansa.
Der Stadtkern des heutigen Ortes geht jedoch auf die arabischen Zeiten zurück.
Estepona wurde 1475 von Enrique IV von Kastilien erobert, der die Burg von San
Luis bauen ließ, deren Überreste noch in der Calla del Castillo zu sehen sind.
Danach wurden an der Küste neue Wachtürmen aufgestellt, die mit Zinnen versehen
waren, ein Charakteristikum, das an dem Küstenstrich Esteponas besonders
auffällig war, wie man auch an dem Turm von Salavieja sehen kann. Diese Türme
dienten der Abwehr berberischer Seeräuber, die hier häufig ihre Raubzüge
durchführten.
Estepona wurde 1729 unabhängig, als Phillip V dem Ort das Recht zusprach, sich
von der Gerichtsbarkeit Marbellas zu befreien.
Die Landschaft von Estepona wird hauptsächlich von der Sierra Bermeja und ihren
Ausläufern geprägt, die bis an die Küste reichen. In der Nähe des Pico de los
Reales, einem Berggipfel in einer Höhe von 1.449 Mtr. haben Sie einen
wunderbaren Ausblick auf die Küste und den Felsen von Gibraltar und bei guter
Fernsicht sogar auf die Küste von Marokko.
Die einzigartige Schönheit des Gebirges und die Existenz von Pinsapos, einer
sehr seltenen spanischen Edeltanne, in der höheren Region, sind der Grund,
weshalb dieses Gebiet von der Junta de Andalusia, der andalusischen
Landesregierung, unter Naturschutz gestellt worden ist.
Das wichtigste Baudenkmal ist die Pfarrkirche der Virgen de los Remedios aus dem
XVIII Jh. deren architektonischer Baustil vom Rokoko und dem
lateinamerikanischen Einflüssen geprägt ist. Von 1725 bis 1766 diente die Kirche
als Franziskanerkloster. 1835 verließen die Mönche das Kloster.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Torre del Reloj „der Uhrenturm“. Er hat
maurischen Ursprung und diente als Minarett einer Moschee. Später wurde aus der
Moschee eine Kirche und aus dem Minarett ein Glockenturm.
Es gibt noch verschiedene hochherrschaftliche Häuser und Paläste, wie der aus
dem XVIII Jh. stammende Palast des Grafen von Mondejar.
Die Stierkampfarena ist wegen ihres asymmetrischen Designs einzigartig auf der
Welt. Sie wurde 1972 eröffnet.
Interessante Plätze:
- Von der Burg Castillo de San Luis sind nur noch die Reste der Festung zu
besichtigen (aus dem XVI Jh).
- Um die Küsten vor Piraten zu schützen, haben die Christen mehrere Wachtürme
errichtet. Bei einem versuchten Angriff durch Piraten und Türken wurden die
Bewohner von den Wachposten der Türme gewarnt: am Tag mit Rauchzeichen, in der
Nacht mit Lichtzeichen.
- Folgende Wachtürme sind heute noch in einem guten Zustand:
- Wachturm Arroyo Vaquero erbaut im XVI Jh. und 1987 restauriert.
- Wachturm Saladavieja oder Celada Vieja er stammt aus dem Jahr 1575.
- Wachturm Padron er wurde im Jahr 1575 erbaut.
- Wachturm Velerin er wurde auch im Jahr 1575 erbaut
- Wachturm Guadalmansa oder Desmochada er gilt als der interessanteste Turm.
Es wird angenommen dass der Turm aus dem X Jh. stammt. Er ist der einzige Turm
mit einem viereckigen Grundriss. In der Nähe sind auch noch die Reste einer
römischen Stadt zu besichtigen.
- Wachturm von Saladillo erbaut im Jahre 1575.
- Wachturm von Casasola oder Banos erbaut im XIV Jh.
Von den Festlichkeiten in Estepona sind folgende Veranstaltungen hervorzuheben:
- am 15. Mai findet eine große Bauernprozession in den Straßen von Estepona
statt
- das bedeutendste Volksfest des Ortes Anfangs Juni
- das Fest zu Ehren der Jungfrau Virgen del Carmen, das am 16. Juli gefeiert
wird. Eine beeindruckende, von Fischern organisierte Prozession zu Land und
Wasser lässt Sie zauberhafte Momente miterleben.
Die über hundert Restaurants bieten hervorragende kulinarische Köstlichkeiten,
von den traditionellsten Gerichten bis hin zur innovativsten und internationalen
Küche.
Klassische Gerichte der Gastronomie Esteponas sind die „sopa campera“ eine
Suppe, die Sardinen am Spieß „ajoblanco“, eine Kaltschale mit Knoblauch
„gazpacho“, die verschiedenen frittierten Fische und als Nachtisch Küchlein wie
„roscos en vino“ und „borrachuelos“. Besondere Erwähnung verdient der Ziegenkäse
aus eigener Herstellung. Er wird aus Milch der Estepona-Ziege zubereitet, die
als Rasse anerkannt ist und zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe
gewonnen hat.
Sie haben in Estepona viele Möglichkeiten Ihre Freizeit zu gestalten.
Sie können:
- Wind und Kitesurfen
- Segeln
- traumhafte Spaziergänge bei auf/untergehender Sonne unternehmen
- Reiten
- Golfen
- Tennis spielen
- und wandern in einer atemberauschenden Landschaft.