Jaen ist die Hauptstadt des inneren Paradieses und breitet sich an den Hängen
des Santa Catalina Berges aus, der sich von einer mittelalterlichen Burg
gekrönt, gegenüber dem Tal des Guadalquivir erhebt.
Die Straßen und Plätze Jaens bilden populäre Viertel arabischen Ursprungs. Zu
sehen sind Kirchen, Paläste und Klöster an welchen die Renaissance einige der
bemerkenswertesten Beispiele der andalusischen Kunst des 16. Jahrhunderts
hinterließ.
Die arabischen Bäder sind ein Erbe der muslimischen Vorherrschaft in Jaen. Sie
liegen gleich neben dem jüdischen Viertel, in dem Monumente wie die San Andres
Kirche erhalten geblieben sind. Unter allen Gebäuden der Hauptstadt ist die
Kathedrale hervorzuheben, ein Meisterwerk des Architekten Andrés de Vandelvira.

Jaens alte Viertel sind eine Erinnerung an die Kulturen der Araber, Juden und
Christen. Die heutige moderne Stadt, die sich nordwärts ausbreitet, birgt
Bauwerke wertvoller Architektur und Parkanlagen, als grüne Lungen der Stadt.
Modern, aktiv und Plural, verfügt Jaen über eine Universität die als Kulturfokus
für die ganze Provinz wirkt.
Um die Stadt kennen zu lernen gibt es nichts Besseres als durch seine Straßen
und Gassen zu bummeln. Sie eignet sich vorzüglich für geruhsame Spaziergänge, um
ihre Gässchen und Plätze zu erforschen und um sich von der Schönheit seiner
Kirchen und Paläste überraschen zu lassen.
Auf dem höchsten Berg der Stadt Jaen befindet sich die Festung Santa Catalina.
In der Burg ist heute der
Parador de
Turismo Santa Catalina untergebracht. Wandeln Sie auf den Spuren von Könige
und Burgfräuleins.
Jaen mit seinen 117 600 Einwohnern hat seinen Ursprung in der Zeit der Iberer.
Wegen der Lage im Umland des Guadalquivirtals ist auch ein starker tartesischer
Einfluss feststellbar. Auch Griechen und Phönizier zogen hier durch. Ab der Zeit
der Karthager jedoch wurde es zu einer Befestigung ausgebaut.
712 n. Chr. kam Jaen unter die Herrschaft der Araber, die ihm den Namen Yayyan
gaben. Es war auch als Geen, „ Ort, durch den Karawanen ziehen“ bekannt. Die
erste Baumaßnahme der Araber war die Ausstattung der Stadt mit einem
ausgeklügelten Kanalisationssystem, um das Ausschütten von Abwässern auf
öffentlichen Straßen zu unterbinden. Im Jahre 1246 übergab König Alhamar die
Stadt an Fernando III. So wurde Jaen zu einer strategischen Enklave, die die
Grenze zwischen dem christlichen und dem arabischen Reich markierte. Nach der
Ausweisung der islamischen Bevölkerung und der Entdeckung Amerikas verlor Jaen
an Bedeutung.
Es begann die Emigration seiner Einwohner. Im 18. Jahrhundert gründete Carlos
III. neue Ansiedelungen in der Sierra Morena.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebte seine strategische Bedeutung durch den
Spanischen Unabhängigkeitskrieg wieder auf.
Nach der territorialen Aufteilung 1933 wird Jaen zur Hauptstadt der
gleichnamigen Provinz.
Die arabischen Bäder wurden im 11. Jahrhundert erbaut. Sie liegen in den
Kellergeschossen des Palacio de Villardompardo, zwischen den alten Stadtvierteln
von San Juan und La Magdalena. Dem Modell der römischen Thermen folgend sind die
Innenräume rund um die kalten, warmen und heißen Baderäume angeordnet. 1931
wurden sie zum kunsthistorischen Monument erklärt.
Die Santa Catalina Burg ist islamischen Ursprungs und wurde nach der
christlichen Eroberung der Stadt in der Mitte des 13. Jahrhunderts auf Anweisung
von Ferdinand III. verstärkt. Der Bergfried (unbewohnter Hauptturm) und fünf
weitere Türme umschließen den Burghof in dem heute das Interpretationszentrum
der Festung und der Stadt untergebracht ist. In der Burg befindet sich auch das
Parador de Turismo Santa Catalina. Hier wohnen Sie komfortabel und sind umgeben
vom 13. Jahrhundert.
Das Provinzialmuseum birgt zwei der wichtigsten Kollektionen der iberischen
Kunst Spaniens. Es handelt sich um Stücke aus den Fundstellen „El Pajarillo“ des
Ortes Huelma und „Cerrilo Blanco“ in Porcuna. Der Wolfskopf sowie der Krieger
mit Schwert verdeutlichen wie wichtig das Gebiet Jaens bereits vor seiner
Romanisierung war.
Die Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt. Schon von weitem können Sie die
beiden, in der Mitte des historischen Stadtteils in den Himmel strebenden, Türme
und Kuppeln erkennen. Sie ist eingerahmt vom Santa Catalina Berg und den nahen
Bergzügen der Sierra von Jaen. Die ersten Grundmauern des christlichen
Gotteshauses wurden in einer Ecklage, innerhalb der im Mittelalter mit Mauern
umgebenen Stadt, errichtet. Jenes gotische Bauwerk, dessen Spuren immer noch am
Schnörkelwerk und an den Wasserspeichern am hinteren Teil des Gotteshauses
überlebten, ging dann in frohlockende Renaissance über. 1550 wurde Andrés de
Vandelvira vom Domrat mit einem neuen Projekt beauftragt. Bis zu seinem Tod im
Jahre 1575 konnte Vandelvira noch die Bauarbeiten der Sakristei, des
Kapitalsaales, des Pantheons der Domherren und der Kapellen des südlichen
Kreuzarmes sehen. Außerdem hinterließ er die Zeichnungen des globalen Projekts
des Gotteshauses, das Größtenteils von Alfonso Barba, seinem Schüler,
berücksichtigt wurde und später dann von Juan de Aranda Salazar und Eufrasio
López de Rojas. Unter der Leitung des letztgenannten, im Jahre 1667, wurde dann
die auf den Plaza de Santa Maria gehende Fassade errichtet. In der Nähe der
Kathedrale liegen einige der attraktivsten Gassen und Straßen. Die Bernabé
Straße, unter dem Namen Carrera bekannt, bietet bereits an ihrem Ausgangspunkt
eine wunderschöne Sicht auf einen der Glockentürme.
Die Stadt verwandelt seine Feste in reizvolle Besonderheiten. Von Weihnachten
bis hin zur Feria des hl. Lucas, von der Osterwoche bis zu den Festen der Virgen
de la Capilla, ist Jaen während dieser Tage Brennpunkt fortwährender
Fröhlichkeit.
Der Festkalender beginnt mit dem 16. Januar. In der Nacht des hl. Antons wird in
den Straßen ein Wettlauf veranstaltet. Dabei werden die Läufer von den
Einwohnern mit Fackeln begleitet und am Ende wird die Nacht in den verschiedenen
Stadtvierteln mit Gesängen, gutem Wein und typischem Gebäck rund um ein offenes
Feuer beendet.
Im Februar wird Fasching gefeiert und im März oder April die Osterwoche, die zum
interessantesten nationalen Fest des Tourismus erklärt wurde. Im Mai feiert man
in einigen Stadtvierteln das Fest des Kreuzes bei dem Blumenkreuze in Innenhöfen
und auf Plätzen aufgebaut werden und originelle Kinderprozessionen stattfinden.
Im Juni findet das Fest zu Ehren der Virgen de la Capilla statt.
Danach muss bis Mitte Oktober gewartet werden bis die Feria de San Lucas
beginnt. Am 25. November wird auf der Santa Catalina Burg die Wallfahrt zu Ehren
der Mit-Schutzheiligen gefeiert. Im Dezember findet das Weihnachtsfest statt,
bei dem die traditionellen Krippen in Kaufhäusern und öffentlichen Gebäuden
ausgestellt werden.
Sein mediterranes - kontinentales Klima ermöglicht es das ganze Jahr über
Spaziergänge zu genießen. Die besten Jahreszeiten für einen Besuch der Stadt
sind Frühling und Herbst. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt um + 16°. Die
Winter sind kalt und die Sommer warm.