Malaga ist die Hauptstadt der Costa del Sol. Als Hafen- und Handelszentrum gehört sie zu den belebtesten Städten Andalusiens. Sie ist die Geburtsstadt
von berühmten Persönlichkeiten, darunter beispielsweise Pablo Picasso, dem auch ein einzigartiges Museum gewidmet wurde. Malaga bietet seinen Besuchern
eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten.
Vom Gibralfaro blicken dreitausend Jahre Geschichte auf eine Stadt hernieder, die es immer verstanden hat, mit der Zeit zu gehen.
Und von diesem Berg aus erkennt man leicht die verschiedenen Bilder, die die Stadt uns heute zu bieten hat:
- die Spuren einer glorreichen Vergangenheit
- die kleinen Gassen und Sträßchen mit ihrer noch so typisch maurischen Atmosphäre
- und die großen, modernen Boulevards und Avenuen.
Die Altstadt ist übervoll von Renaissance – und Mudejar – Kirchen und Herrenhäuser. Sie finden bezaubernde Winkel wie etwa die Pasaje de Chinitas,
umgeben von hundertjährigen Tavernen und farbenfrohe Plätze wie die Plaza de la Constitucion oder die Plaza de la Marina.
Das schönste an Malaga sind aber ohne Zweifel seine verschiedenen Stadtviertel. Spazieren Sie durch El Rerchel, Lagunillas, La Trinidad und durch
La Cruz Verde. Jedes dieser Viertel hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charakter.
Natürlich gehört auch ein Bummel durch die Shopping - Meile der Calla Larios in Ihr Programm.
Genießen Sie bei Ihrem Besuch das typisch andalusische Leben in der Hauptstadt der Provinz Malaga. In der quirligen, lebendigen Hafenstadt finden Sie
in jedem Stadtviertel sehenswertes.
Picasso Museum
Das Picasso Museum mit ungefähr 200 seiner Werke befindet sich im Palast der Condes de Buenavista nahe der Kathedrale und der Fußgängerzone Calle Granada.
Die enge Bande, die Malaga mit Pablo Ruiz Picasso verknüpfen, gehen auf das Jahr 1861 zurück, als dieser in einem von seinen Eltern Jose Ruiz Blanco
und Maria Picasso Lopez gemieteten Hauses auf dem Merced –Platz Nr.36 zur Welt kam.
Dieses Haus ist heute Sitz der Stiftung, die den Namen des Malers trägt und bei der es sich um ein wichtiges Dokumentations- und Ausstellungszentrum
für das Werk des Künstlers handelt.
Die Alcazaba und das Gibralfaro- Schloss
Zu Füßen des Monte de Gibralfaro mit der Alcazaba und dem Castillo de Gibralfaro erstreckt sich auf dem der früheren arabischen Stadt, das Malaga des
19. Jh. Die Altstadt ist übervoll von Renaissance- und Mudejar- Kirchen und Herrenhäusern.
Die Alcazaba, die Palastfestung der muslimischen Herrscher, wurde dank Badis, dem Ziri- König von Granada, größtenteils im 11. Jh. errichtet. Sie steht
auf der Anhöhe und besteht aus zwei von Mauern umgebenen Geländen. In das erste gelangen Sie über den Cristo- Turm, der bis in den begrünten Innenhof
Patio de Armas führt. Das obere Gelände, das an seinen beiden Seiten durch das Cuartos de Granada- Tor und den Burgfried stark verteidigt wird, beherbergt
in seinem Inneren den Palast mit seinen wunderschönen Innenhöfen Los Surtidores, Los Naranjos und La Alberca sowie auch ein sehr interessantes
Wohnungs- viertel.
Ein Coracha, ein befestigter Weg, führt bis zum Gibralfaro- Schloss, ebenfalls muslimischer Abstammung, das im 14. Jh. erbaut wurde.
Der Weg zur Kathedrale
Bei Ihrem Spaziergang durch die Pedro Luis Alonso- Gärten werden Sie von Zypressenhecken und das Geplätscher des Wassers in Teichen und Brunnen begleitet.
Dieser bildet den Ausgangspunkt für eine monumentale Route durch die Stadt, die zum Rathaus mit dem beeindruckenden Komplex seiner Hauptfassade und dem
Aduana- Palast aus dem 19. Jh. führt. Letzterer wurde nach dem Vorbild der italienischen Paläste im Renaissancestil erbaut. Er diente seinerseits als
Wohnsitz der Könige und ist heute Sitz der Unterdelegation der Regierung.
Die Straße Calle Alcazabilla mündet in den Merced- Platz, auch der Riego- Platz genannt, da hier der gleichnamige General lebte. Hier befinden sich
eines der bedeutendsten städtisch- bürgerlichen Denkmäler von Malaga:
- der Obelisk zu Ehren von Torrijos
Ganz in der Nähe liegt das Cervantes- Theater, bevorzugter Schauplatz des Kinofestivals, das originelle Puppenhaus- Museum und das Museumsrestaurant
Casa del Angel.
Die Kathedrale
Beim Bau der Encarnacion- Kathedrale über der ehemaligen hohen Moschee, der vom 16. bis ins 18. Jh. andauerte, wirkten so bedeutende Künstler wie Diego de
Siloe, Enrique Egas und Diego de Vergara mit. Sie wird auch La Manquita (da etwas fehlt) genannt, da der Bau einer ihrer Türme nie fertig gestellt wurde.
Erwähnenswert ist besonders ihre Stilmischung:
- die Fassade ist spätbarock
- der Grundriss gotisch
- der Höhenaufriss weist einen Renaissancestil auf.
In ihrem Inneren sind besonders das Chorgestühl mit 42 Holzbildhauereiarbeiten von Pedro de Mena und zwei großartige Orgeln aus dem 17. Jh. hervorzuheben.
Beachtlich ist auch die Sammlung religiöser Kunstobjekte des Dommuseums.
Nicht zu vergessen sind auf dieser Route auch die Sagrario- Kirche mit ihrem Altaraufsatz im Platereskenstil und ihrer Kanzel aus rotem Marmor sowie der
erzbischöfliche Palast, indem das Museum untergebracht ist.
Traditionelles Malaga
Rund um die Calle Marques de Larios, eine der Hauptgeschäftsstraßen der Stadt, treffen Sie auf eine Vielzahl an Kirchen, Museen und Klöstern. Vom
Constitucion- Platz aus, dem ehemals muslimischen Hauptplatz, gehen Sie in Richtung Konsulatshaus weiter. Auf dieser Strecke befinden sich auch die Kirchen
Santo Christo de la Salud (Beispiel der spanisch manieristischen Architektur), sowie Santos Martires mit ihren wertvollen Gemälden und religiösen
Goldschmiedearbeiten und San Felipe Neri aus dem 18. Jh. mit ihrem wunderschönen Altarhimmel aus vielfarbigem Marmor.
Reise durch die Zeit
Die tausendjährige Stadt Malaga wurde von den Phöniziern, die ihr den Namen Malaka gaben, gegründet. Dies beweisen auch die archäologischen Überreste,
die unter dem Museum Picasso Malaga gefunden wurden. Später wurden sie durch verschiedene Kulturen bewohnt, die ebenfalls ihre Spuren hinterließen.
Dieses Erbe konzentriert sich in der älteren Zone der Stadt, wo ehemals auch das römische Theater aus dem 1. Jh. v. Chr. und die maurische Festung
Alcazaba errichtet wurden.
Der Park von Malaga
Seine Gestaltung die sich nach dem Vorbild der Mittelmeergärten richtet und die anfänglich durch den Markgrafen von Larios erdacht worden war, wurde
schließlich als Objekt von den Architekten Rivera, Guerrero, Strachen und Crooke entwickelt und von Rucoba in die Tat umgesetzt. Der Park verfügt über
einen großen botanischen Reichtum und hier finden Sie Pflanzenarten von den fünf Kontinenten:
- den kanarische Drachenblutbaum
- Bambus
- den blaue argentinische Jakarandabaum
- den australische Feuerbaum
- den Paradiesvogel aus Südafrika und die originellen Ficus- Benjamini Bäume, die auch die Picassogärten schmücken.
- und die originellen Ficus- Benjamini- Bäume, die auch die Picassogärten schmücken.
Die Altstadt von Malaga
Die Altstadt ist übervoll von Renaissance- Mudejar- Kirchen und Herrenhäusern. Sie finden hier bezaubernde Winkel wie etwa die Pasaje de Chinitas, umgeben
von hundertjährigen Tavernen und farbenfrohe Plätze wie die Plaza de la Constitucion oder die Plaza de la Marina.
Die Museen von Malaga
Das archäologische Museum befindet sich in den Nazarí Palästen der Alcazaba. Es weckt das Interesse der früheren Geschichte.
Das Museum für Volkskunst und Brauchtum befindet sich am Paseo de Isabel im alten Meson de la Victoria. Es besitzt eine Sammlung von Stücken von großem
anthropologischem Interesse.
Das Museum Municipal, am Anfang des Paseo de Redding, vereint alle Gemälde, Skulpturen und Fotografien die sich im Besitz der Stadt befinden.
Die Alameda führt Sie unter dem Schatten hoher Bäume zu den Vierteln der Stadterweiterung, an dem sich das Zentrum für Zeitgenössische Kunst CACMA
befindet.
Der frühere Großmarkt wurde zu einem der interessantesten Museen moderner Kunst in Andalusien umgestaltet.
Die Fischer legen, nach Ihrem nächtlichen Fang, im Sonnenaufgang an den Küsten der Provinz Malaga wieder an.
Die Fischversteigerungshallen füllen sich mit Ladungen von Marmorbrassen, Hechtdorschen, Sardellen und Sardinen, Seeteufel, Seehechten, Adlerfischen und
Sackbrassen, mit Kalamaren, Sepien, Tintenfischen und Kraken. Dies ist zusammen mit dem Olivenöl die ausgezeichnete Grundlage für die Rezepte der
volkstümlichen Küche. Frittierte Fischchen sind einer der größten Leckerbissen der andalusischen Gastronomie.
In den traditionellen Vierteln der Fischer wie El Palo und Pedregalejo gibt es Lokale direkt am Ufer, wo Sie frisch gefangene Sardinen an Spießen essen
können, ganz köstlich. Die Sardellen aus Rincon de la Victoria werden mit Paprikaschotensalat serviert.
Im Stadtzentrum gibt es viele zahlreiche Tavernen und Lokale, die Produkte vom iberischen Schwein anbieten. Ein Genus.
In den Restaurants von Malaga wird Fisch auf unzählige verschiedene Arten zubereitet. Von Reis mit Meeresfrüchten bis hin zu Fischsuppe und
Fischeintopfgerichten.
Das Kunsthandwerk in Malaga ist vor allem durch die Töpferei repräsentiert mit den bedeutendsten Werkstätten in Ronda, Estepona, Coin, Malaga,
Torremolinos, Cartama, Fuengirola, Rincon de la Victoria und Velez Malaga.
Andere sehr schöne Keramikarbeiten von großem Interesse (kacheln, Emaillearbeiten, Designerkeramik, Terrakotta, Figuren und Krippen) sind in Malaga zu
finden.
Auch Holzbearbeitung ist wesentlicher Bestandteil des Kunsthandwerks in der Provinz Malaga, besonders die Möbelschreinerei in Ronda und Marbella.
Das Metallkunstwerk ist ebenfalls weit verbreitet, vor allem Kunstschmiedearbeiten wie Gitter und Lampen.
Besonders schöne Folklorearbeiten wie etwa die Hüte der Verdiales –Kapellen können in Dörfern wie Almogia oder Comares in Auftrag gegeben werden.
Malaga ist die Hauptstadt der Costa del Sol und liegt an der Küste des Mittelmeers. Hinter der Stadt erheben sich die zum Naturpark erklärten Berge
Montes de Malaga, als erste Ausläufer der Gebirgskette. Malaga war schon in der Frühgeschichte besiedelt und später Stadt der Phönizier, Griechen, Römer
und Araber.
Sein kosmopolitischer Charakter zeigt sich in den Reisechroniken aller Epochen, die die Wichtigkeit seines Handelhafens, sein mildes Klima und die bunt
gemischte Bevölkerung betonen.
Sein berühmter Sohn Pablo Ruiz Picasso hatte immer seine Geburtsstadt Malaga bei Lichtfülle und Anspruch seiner Werke im Auge.
Der Nobelpreisträger Vincente Aleixandre gab Malaga den Namen „Stadt des Paradieses“. Aleixandre wie auch Jorge Guillen, Rafael Alberti, Gerald Brenan,
Ernst Hemingway und viele andere weitere Schriftsteller fühlten sich in Malaga beheimatet.
Die ersten Spuren der Stadt finden sich bei den Ausgrabungen des römischen Theaters an der Fußgängerzone der Straße Alcazabilla. Dahinter steht am Berg
Gibralfaro die arabische Alcazaba mit Palasträumen wie den „Salones de Granada“ inmitten von Gärten und Parterres.
Von seinem Hafen aus trieb man Handel mit den bedeutendsten Küstenstädten des Mittelmeeres. Die Eroberung der Stadt durch die Christen bedeutete
einen weiteren Impuls für die Stadtentwicklung und eine Ausweitung bis an den Guadalmedina.
Der Bau der Kathedrale, im Volksmund „La Manquita“, die Einarmige, stellt eine der interessantesten Episoden der jüngeren Stadtgeschichte dar. Sie blieb
unvollendet, weil ein Teil der für die Vollendung des zweiten Turms vorgesehenen Geldmittel in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg floss. Um die
Kathedrale entstanden im Laufe der Zeit Kirchen, Paläste, Herrenhäuser und belebte Straßen wie die Calle Larios als Achse der Stadt und heutiges
Geschäftszentrum.
Das milde Klima bietet mehr als dreitausend Sonnenstunden im Jahr und eine Durchschnittstemperatur von ca. 22° Celsius.
Malaga ist das ganze Jahr über Schauplatz zahlreicher festlicher Veranstaltungen. Nach dem
Weihnachts- und Dreikönigsfest bereitet sich die Stadt auf
den Karneval mit zahlreichen, bunt maskierten Karnevalsgruppen („comparsas“ und „chirigotas“), vor.
Auf die Fastenzeit folgt die von internationalem touristischen Interesse erklärte Karwoche Semana Santa. Daran nehmen im Unterschied zu den meisten
anderen Dörfern und Städten Andalusiens keine schlichten „pasos“ teil, sondern riesige Prozession Skulpturen Traggestelle, die „tronos“, die an Schönheit
und Ausmaßen rivalisieren. Diese barocken Darstellungen steigern noch die religiöse Begeisterung der Zuschauer. Die Prozession von „El Cautivo“ zieht
Ostermontag aus, die von „El Rico und „La Expiracion“ am Mittwoch. Die Prozessionen von „La Esperanza“ und La Buena Muerte“, von Soldaten der Spanischen
Legion eskortiert, ziehen am Gründonnerstag durch die Straßen.
Am 16. Juli ist der Festtag der Virgen del Carmen, an dem die Patronin der Seeleute in einer Schiffsprozession um den Hafen zieht.
Im August putzt sich Malaga heraus für die große Feria. Das bedeutendste Sommervolksfest der Costa del Sol teilt sich auf zwei Festplätze. Vom
Vormittag an feiert man die Tages- Feria in der Calle Larios und Umgebung, bei Einbruch der Nacht verlagert sich das festliche Treiben auf das Festgelände
Cortijo de Torres. Teil der August –Feria von Malaga sind außerdem kulturelle Veranstaltungen wie die Nächte der Musik auf dem Gibralfaro und Stierkämpfe
in der Arena von La Malagueta.
Am 28. Dezember, dem Tag der Santos Innocentes, bestreiten die Verdiales –Kapellen einen Wettbewerb vor Tausenden von Zuschauern.
Die Höhepunkte der kulturellen Veranstaltungen sind das Festival des Spanischen Kinos im Frühling und das Programm des Kultur –Herbstes.