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Die Stadt Ronda liegt in einem von Bergen umgebenen Becken ganz im Nordwesten Malagas und bietet von der Höhe ihrer Schlucht, die durch drei Brücken aus verschiedenen
Epochen überquert wird, eine Aufsehenderregende Aussicht auf die Landschaft.
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Der Fluss Guadalevin teilt die Stadt in zwei Teile und sein Bett schuf das berühmte Wahrzeichen von Ronda: „El Tajo“ eine Schlucht
von 120 Metern. Auf einer Seite liegtdas neue, heitere und fröhliche Ronda mit der Stierkampfarena, auf der anderen das alte und intime Ronda, voller Baudenkmäler, die von seiner
uralten Geschichte zeugen. Beide Teile verbinden die Puente Nuevo von 1751, die Puente Romano( aus arabischer Zeit) und die Puente Viejo aus dem 17. Jahrhundert.
Ronda liegt im nordöstlichen Bereich der Provinz Malaga, in 54 km Entfernung von Marbella und 110 km vom Flughafen Malaga. Die Lage in einem Kessel von Gebirgszügen
mittlerer Höhe, die ihm einen magischen Charakter verleihen, hat es zusammen mit den klimatologischen, hydrologischen und geologischen Bedingungen in seiner reichen
und abwechslungsreichen Geschichte geprägt.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Ronda liegt bei 15°C. Die Winter sind normalerweise hart und die Sommer heiß. Die Stadt hat
ca. 2700 Sonnenstunden im Jahr. |
Die Moslems überließen Ronda wunderschöne Werke ihrer architektonischen Kunst, wie den Turm der San Sebastian Kirche, Minarett einer altertümlichen Moschee.
Vom Minarett San Sebastian aus, das zum kunsthistorisch-künstlerischem Denkmal ernannt wurde, ist sowohl der Palast der Marktgrafen von Salvatierra mit seiner
barocken Fassade und seinem Garten auf vier Ebenen, als auch das Felipe V-Tor zu sehen.
Drei Brücken überqueren die Schlucht von Ronda, wobei die einzigartige die Neue und die älteste die Arabische Brücke ist zwischen diesen beiden befindet sich die
so genannte alte Brücke aus dem 17. Jh.
Die Neue Brücke ist ein großartiges Werk der Ingenieurtechnik in Form eines 98 m hohen Aquädukts, dessen Fundamente in der Schlucht verwurzelt sind. Sie beherbergt
in ihrem Inneren ein interessantes Interpretationszentrum und vereint die beiden wichtigsten Viertel von Ronda: den Flohmarkt und die Stadt.
Von den Brücken aus haben Sie eine herrliche Aussicht auf die Häuser und Gebäude, die direkt am Abhang errichtet wurden. So zum Beispiel das Kloster Santo Domingo
und das Haus des Maurischen Königs.
Am Südende der Altstadt kommen Sie zur 1808 von den Franzosen zerstörten Alcazaba, der Burg der maurischen Könige.
Einen Besuch wert ist der Ocho Canos Brunnen. Er ist der einzige Brunnen aus dem Altertum. Er weist zwei Stirnseiten auf, wobei sich auf der einen Seite acht
Wasserdüsen und auf der anderen Seite eine große Tränke befindet.
Wenn Sie die Plaza de Socorro überqueren treffen Sie auf eines der bedeutendsten Gebäude von Ronda: die Stierkampfarena, eine der großartigsten und ältesten Arenen
des Landes. Sie wurde 1785 im neoklassizistischen Stil erbaut. Sie gilt mit ihrem Barockportal als die schönste der Welt.
Die Kirche Santa Maria la Mayor ist aufgrund ihrer engen Verknüpfung mit dem Schicksal der Stadt über Jahrhunderte hinweg hervorzuheben. Diese Kirche wurde
über der alten hohen Moschee errichtet, von der sie noch den Mihrab-Bogen bewahrt. Ihr Wert begründet sich sowohl auf der harmonischen Mischung architektonischer
Stile wie auch auf der Schönheit des Chorgestühls, des Altars im Stil des spanischen Barocks des 16./17. Jh. und sein Turm im Mudejar-Stil. Gegenüber dieser Kirche,
mit Ausmaße eines Domes, befindet sich das klassizistische Rathaus.
Wo sich früher die ehemalige islamische Vorstadt befand, treffen Sie auf die arabischen Bäder aus dem 13.-14. Jh, gemäß dem römischen Vorbild, bestehen sie aus
drei Hallen für jeweils kalte, lauwarme oder heiße Bäder.
Die bedeutendsten Feste von Ronda haben ihren Ursprung im Viertel von San Francisco. Im Jahre 1882 wurde zum ersten Mal die September-Feria veranstaltet. Bis dahin war
die Mai-Feria die wichtigste.
Die Corrida Goyesca hat einen starken, persönlichen Charakter, der sie von den anderen klar unterscheidet. Dabei verbindet sich das einzigartige Schauspiel dieses
Stierkampfes mit dem unvergleichlichen Rahmen der 200-jährigen Arena der Real Maestranza de Caballena de Ronda.
Ronda ist berühmt für seine Baudenkmäler, seine Traditionen aber auch dank dem Werk jener kühnen Reisenden der Romantik wie Rainer Maria Rilke, Teophile Gautier
und Prosper Merimee. Sie bereiteten den Weg für die staunende Begeisterung von den Berühmtheiten wie Orson Welles und Ernst Hemingway.
Auch der Karneval hat seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt gefunden. Seit 25 Jahren feiert Ronda dieses heidnische Fest im Februar, dem die
Karnevalsgruppe und ein phantastischer Straßenzug die farbenfrohe Note verleihen. Auch die Gastronomie kommt dabei nicht zu kurz, denn traditionell werden auf der
Plaza de los Descalzos „migas“ (in Olivenöl mit Knoblauch gebratene Brotkrumen) serviert.
Schließlich ist die Real Feria de Mayo zu erwähnen, die sich zu einer der bedeutendsten Messen in der Provinz für Landwirtschaftliche Erzeugnisse und Kunsthandwerk
entwickelt hat.
Unter den zahlreichen Gerichten der Gastronomie von Ronda verdienen vor allem die Wildgerichte Aufmerksamkeit. Die traditionelle Küche bietet Kürbisse auf Art von
Ronda, „migas“ mit Chorizo-Paprikawurst, „gachas“, Bohnen mit Tomaten, Knoblauch und Schinken, grüne Bohnen mit Blutwurst, Mandel und
Artischockensuppe, Gazpacho nach Art der Berge, Tortilla auf Art von Ronda und Lammtopf.
Weitere Spezialitäten sind Kaninchen auf Art von Ronda, Stierschwanzragout, Lende mit Pinienkernfüllung, sowie Vorgekochtes, gebratenes Hammelfleisch und
verschiedene Gerichte mit Schweinsfüßen.
Als regionalen Wein können Sie den Bergmost sowie eine ganze Reihe neuer Weine, die heute in den Bergen von Ronda produziert werden, probieren.
Die Nachspeisen, besonders das Gebäck aus den Klöstern ist sehr vielfältig. Besonders zu erwähnen sind die „Yemas del Tajo“ und das Konfekt der Nonnen.
Honig, Kastanien, die verschiedenen Pilzarten der Serrania und das Olivenöl sind weitere leckere Produkte, die Sie kosten können.
Das Kunsthandwerk hat in der Serrania de Ronda seit jeher eine lange Tradition mit einer weiten Palette von der Schreinerei mit der Produktion der
berühmten „Muebles Rondenos“, der Keramik, der Eisenschmiede, der Sattlerei bis hin zur Bearbeitung von Leder, Kork, Espartogras oder Schilfrohr. Auch in
der historischen Altstadt arbeiten einige Keramikwerkstätten.