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Aiguablava und sein Parador



 

Bajo Ampurdan: Schlafende Tiefebene


Parador de Aiguablava

"Kap am Fuß der Pyrenäen
Rand des Meeres und der Berge,
es erhebt sich eine weite Ebene
der "Lampurdá"..."

Wenn es um die katalonische Abstammung geht, wird immer besonderer Wert auf die Kapitel über die Berge, ihre fruchtbaren Täler und ihre glitschigen Flüsse gelegt, die als erste Quelle dienen. Außerdem ist es richtig, dass von dort aus die Leute in Richtung Meerhinabstiegen und so nach und nach das Land besiedelten. Und sehr früh bereits entschloss sich Katalonien dazu zwischen der Halbinsel und Europa zu vermitteln, wie bereits die „Via lulia Augusta“ zeigte, die Rom mit „La Tarracotense“ und „La Bétiaca“ verband. Jedoch waren es die Griechen, die bereits früher über das weniger widerspenstige Mittelmeer kamen und sich, mit dem ihnen eigenen Scharfsinn, in der einzigen Tiefebene desgesamten Fürstentums niederließen.

Hier errichteten die aus Phokäa stammenden Griechen, die über Marseille hierher kamen, ihre Säulen. Zunächst errichteten sie ihre erste Kolonie auf der Insel, die sie Paleópolis nannten, jedoch zogen sie sogleich von der in der Flussmündung des Fluvia und des Ter liegenden Insel auf das Festland. Die Natur half mit, in dem die Sedimente des Flusses Fluvia dort abgelagert wurden. Die Insel, die damals noch vom Delta völlig umspült war, ist heute mit dem Festland der Iberischen Halbinsel verbunden. Aus jenem Emperion entstand viel später die Grafschaft von Ampurias. Unterstützt durch Karl den Großen, bildet sie die räumliche und kulturelle Grundlage des heutigen Ampurdán. Empuries, was auf griechisch Markt bedeutet, war bereits sechs Jahrhunderte vor Christus eine einflussreiche Handelsstadt, zu der Bewohner und Händler sowohl von der Tiefebene, als auch von außerhalb kamen. Auf jene Zeit geht die Keramiktradition von “La Bisbal“ zurück. Die Reste jener erstaunlichen Metropole, wurden bei 50 Jahre andauernden Ausgrabungen entdeckt und sind im Archäologischen Museum von Katalonien aufbewahrt. Zur Keramik kommen noch Mosaike, Skulpturen, Schmuck und Sarkophage hinzu. Der Geschichte zufolge kamen die Römer zweieinhalb Jahrhunderte nach den Griechen nach Emporion. Der Grund hierfür war eine militärische Strategie: nachdem die Römer nicht in der Lage waren das Vordringen der Elefanten Hannibals zu stoppen, die bereits vor den Toren Roms waren, fügten sie ihm die Niederlage bei der Nachhut zu. So kam es dazu, dass eine Truppe Legionäre in Emporion anlegte, den Sieg erreichte, Rom rettete und die Romanisierung der Iberischen Halbinsel begann. Nach den Punischen Kriegen, verwaltet und regiert das römische Imperium das gesamte Gebiet, entwickelt die Infrastruktur und verbreitet seine Kultur. Der größte Teil der zahlreichen Ruinen ihrer Metropole, errichtet über den griechischen Grundmauern, finden sich auf dem Sand des „Golo de Rosas“.

Die Westgoten verlängern die römische Entwicklung um wenige Jahrhunderte, bis sie von den arabischen Invasoren geschlagen werden. Karl der Große, erobert die Gebiete von Urgel, Cerdaña, Beselú und Ampurdán zurück, die unter dem Namen Spanische Mark abgegrenzt wurden. So war konkreter weise die Grafschaft von Ampurias Maritime Mark mit dem Anspruch der Unangreifbarkeit gegenüber den Mauren. Mehr noch, wenn wir dem was in den Legenden geschrieben steht Gehör schenken, wonach die Mark des Kaisers noch viel tiefer ging und heute noch in der Landschaft wahrzunehmen ist, dort wo die Wasser des Ter entlang fließen. Es war Karl der Große höchstpersönlich, der mit einem Streich seines Schwertes die Gebirgskette spaltete, als Knalleffekt um die Ungläubigen einzuschüchtern. Unterdessen wurde Barcelona zerstört, überwältigt und erneut zurückerobert. Die Gemüter beruhigten sich erst im 10. Jahrhundert, mit dem offiziellen Aufschwung des Christentums, zu dessen ersten Stärkebekundungen und Regulierungsbestrebungen die Gründung des Klosters von Ripoll im Jahre 1032 gehörte; darauf folgen Montserrat, Sant Miguel de Cuixá und Sant Pere de Rodes, im Bereich des Alto Ampurdán.


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