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Ferrol und sein Parador



 

El Ferrol: Aufgeklärter und aufsässiger Jugendstil


Parador Ferrol

Der primitive Mensch kommt zu Fuß aus den Tiefebenen, ohne Werkzeug, ausschließlich bekleidet mit dem, was ihn im Freien schützt. Der portugiesischen Küste folgend kommt er aufrecht und ohne Mystik. Auf dem Weg durch den Nebel verharrt er, wo der Wind sich dreht, der primitive Mensch aus der Tiefebene. Hierher gelangt nie das Tageslicht, es sei denn durch die schattigen Zweige einer Myrte. Rehe, Hirsche und Mammuts sind die Herren der Wiesen. Die Frauen und Männer, die hierher kommen, decken sich mit Steinen zu. Von jenem Feuer, Keimzelle Galiciens, stammen die Überreste von Budiño (Pontevedra). Die Knochen des gesamten restlichen Paläolithikums wurden von den Wiesen aufgefressen. Sie geben Zeugnis von der damaligen plumpen Feldarbeit mit geschliffenen Steinen.

Die Gletscher ziehen sich zurück. Die Bevölkerung nimmt zu. Einige von diesen ersten Siedlern bleiben an der Küste und lernen die Wellen zu „melken“. Andere ziehen die Erde vor, bebauen und beweiden das Land. Um das Korn aufzubewahren, stellen sie Körbe und Keramikbehältnisse her, die sie mit muschelförmigen Kerben verzieren. Jene aus Scherben zusammengesetzte Vergangenheit kann der Besucher im “Museo de Prehistoria e Arqueología“ (Prähistorisches - Archäologisches Museum) von Villalba (Lugo) besichtigen, wo er angesichts der Rückseite der spiralförmigen und geheimnisvollen Felszeichnung erbleicht: dies ist wohl der echteste Beweis der prähistorischen Kunst. Der Reisende verstummt, als ob er gerade von einem Meteor getroffen würde, oder als ob er gerade zum ersten Mal seinen Namen hörte. Welch überirdisches Werk!

Parador Ferrol aus der Luft Es gibt ausgezeichnete Vorkommen in ganz Galicien, aber wenn man nur eines davon erwähnen sollte, dann Santa Tecla. Seine Datierung ist ein so kompliziertes Labyrinth, wie seine Bedeutung. Schlangen, Gesichter, Pfeile, Sonnen und andere Wesen bilden das Repertoire dieser Steine aus anderen Welten. Gegen Ende des vierten Jahrtausends vor Christus verbessern sich die Ernten von Weizen und Gerste. Die Gesellschaft blüht auf. Wichtige Männer und Frauen schmücken sich mit Juwelen, die sie mit ins Grab nehmen. Ihr Tod ist in der Landschaft mit Abdeckplatten gekennzeichnet, Dolmen, die in Galicien als „Mamoas“ bekannt sind und die im Allgemeinen als primitive Pyramiden oder Mausoleen angesehen werden. Von den etwa dreitausend in der Region verbreiteten Dolmen ist der von La Coruña der größte. Man sagt, er sei der prähistorische Parthenon. Es ist Essenszeit.

In den befestigten Lagern in der Nähe der Küste isst man Meeresfrüchte mit “Pan de bellota” (Brot mit Eicheln) und in der entsprechenden Jahreszeit Erbsen und Saubohnen. Die Sippen, in Hundertschaften zusammengeschlossen, ergeben ein Kriegervolk, das seinen Besitz verteidigt, indem es Gräben aushebt und Lanzen wirft. Dem militärischen, keltischen Adel aus Zentraleuropa an der Spitze der Sozialpyramide folgen die Druiden, die Frauen mit eigenem Landbesitz und die Bauern, die für die Aristokraten arbeiten und hier geboren wurden, unterworfen durch die keltischen Eroberer. Die neue Zivilisation weiht das Bronzezeitalter ein.


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Parador de Ferrol ***
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