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Malaga Golf und sein Parador


Kapitel 1 Die Sonne von Antequera Kapitel   7 Die Geburt der Costa del Sol
Kapitel 2 Die Tribünen der Macht Kapitel   8 Die Essenz von Malaga
Kapitel 3 Garten der Musen Kapitel   9 Ausflüge: Von den Bergen in die Tavernen
Kapitel 4 Schwarze Pest und Überschwemmungen Kapitel 10 Flamenco-Ausflug: Die geister der Nacht
Kapitel 5 Auf und ab des Volkes Kapitel 11 Gastronomie
Kapitel 6 Romantik und Industrialisierung    

 

Die Sonne von Antequera


Hauptstadt des Mediterranen Genies

„Du verweilst und bist ewig. Das Meer sehnt sich nach Dir,
aber Du steigst niemals hinab, Stadt meiner frohen Tage,
meine Mutter, Du weiße Stadt, in der ich lebte und an welche ich mich erinnere.
Du Stadt der Engel, die –höher als die Wellen des Meeres-
über den Schaumkronen des Meeres regierst
( Vicente Aleixandre )

Parador Malaga Golf Zeichnung Aussen

Zu Zeiten des Jura reichte das Meer von Málaga bis nach Antequera. Ein hundert und fünfzig Millionen Jahre später, alsdurch die Reibung zwischen den Erdplatten die Alpen entstanden, suchte das Wasser größere Tiefen und wich den Felsen. Hinter sich ließ es eine große Anzahl von nackten und verwunschenen Steinen.

Der Wind, die Sonne und die Schwankungen der Temperatur gaben der Landschaft später die Form des “El Torcal”, traumhafte und in sich verschachtelte Felsformationen. Lange später, vor ungefähr 5.700 Jahren, fingen die Menschen nicht weit entfernt davon an, das Land zu bebauen und die Steine zu behauen. Diesen Ureinwohnern verdanken wir heute die Überreste der Mausoleen, in denen sie ihre Toten begruben. Die Gruppen von Dolmens von Mengt, Viert und El Romeral sind megalithische Wunderwerke. Andere Zeugen vom Leben in Málaga stehen ebenfalls heute noch in der Nähe der “Peña de los Enamorados” – “Fels der Verliebten”. Es handelt sich um jenen Berg, welcher Antequera von Archidona trennt. Der Sage nach ist es der Zeuge der unglücklichen zwischen einer Maurin und einem Christen, welche sich hier zusammen in den Tod stürzten.

 Gerade dort entstand neben einem Wasserlauf aus der “Sierra de Camarolos”, in der Nähe der Mündung des Flusses Guadalmedina, eine wichtiger Ort, in dem Fisch in Salzlake eingelegt wurde. Die Phönizier nannten den Ort acht Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung Mlk. Aus jenem Keim entstand das heutige Málaga; eine Mauer, die sich an das Gelände anschmiegte und dem Wasserlauf folgte, steht in Teilen heute noch, und ist ein Zeichen der phönizischen, punischen und römischen Eroberungen. Die Phönizier verließen allmählich ihre Kolonien während die Punier aus Karthago gegen Ende des VI Jahrhunderts v. Chr. ihre wirtschaftliche Macht mehr und mehr ausdehnen. In der Nähe von Málaga gründen später die Griechen die Kolonie Mainake, welche aber nur etwa 100 Jahre Bestand hatte, und von den Puniern niedergerissen wurde. Die Eroberer aus Karthago dominierten die Gegend bis in das Jahr 206 v. Chr.


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