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Mazagon und sein Parador



 

Zeuge längst vergangener Zeit und gegenwärtiger Zukunft


Meer der Morgenröte, Silbermeer;
wie sauber bist du zwischen den Pinien!
Meer der Siesta, Goldmeer;
wie fröhlich bist du über den Pinien!
Meer des Nachmittags, Rosenmeer;
wie süß bist du zwischen den Kiefern!“
Juan Ramón Jiménez

Der Parador Mazagon So ist es und so wird es immer sein: Mazagón ist geprägt durch seine Lage am Atlantik, aber auch am Mittelmeer, ein erstaunliches Klima und eine fruchtbare Umgebung... Und das, weil es die Geschichte so wollte und auch weiterhin so bestimmt. Dem Reisenden, der bis in diese Gegend kommt, wird der Aufenthalt immer zu kurz erscheinen. Er wird auf jeden Fall überrascht und sehr wahrscheinlich gefangen sein von dieser fesselnden Umgebung. In diesen Breiten herrschen 3000 Sonnenstunden im Jahr und frühlingshafte Mitteltemperaturen (mit Schwankungen zwischen 10° C und 25° C).

Das Land um Mazagón ist zudem ein Bergland, das in Kunst, Kunsthandwerk und Bräuchen hervorsticht, die kaum ihresgleichen finden und sich von anderen deutlich unterscheiden. Die Küste und das Gebirge, obgleich so verschieden, liegen hier in Andévalo und Condado nahe beieinander. Ebenes Land, jedoch mit eigenen und eigentümlichen Bräuchen. Gleichwohl bedenke der Fremde, dass er hier ein tausendjähriges Klima, Bräuche, Traditionen und Landschaften sowie fremdartige Menschen und Landschaften mit beneidenswertem Verhalten und Charakter vorfindet.

Zur näheren Erläuterung gibt es Informationen und Dokumente, die für eine reiche Vorgeschichte bürgen: Sichere Zeugnisse von äußerst ertragreichen Zivilisationen und Kulturen. Es gibt auch schöne Legenden: „An diesem ehemaligen Grenzort erhob sich ein bedeutender Aussichtsturm, der in der Lage war, den Winden und den gewaltigsten Stürmen zu widerstehen...“. Noch heute erhebt er sich stolz, der Feigenbaumturm („Torre de la Higuera“), als ewiger und unzerstörbarer Wachtturm.

Um die Erinnerung des glücklichen Besuchers aufzufrischen, der beschlossen hat, bis zu diesen atlantischen Weiten zu reisen, sei erwähnt, dass diese Winkel und Verstecke von Huelva zwar andalusisch, aber auch portugiesisch sind. Alle sind unumgänglich atlantisch; entscheidende und sehr bereichernde Kreuzwege mit ihren Landschaften und Bräuchen, die Meeren, Menschen und Kontinenten gemeinsam waren, die vor einigen Jahrhunderten die gleichen Gebiete, die gleichen oder ähnlichen Kulturen usw. miteinander teilten. Und bis heute haben sie Anteil an den gleichen linguistischen Wurzeln, die niemand leugnen kann.

Sie haben gemeinsame Riten und Gebräuche, sowie eine entzweite, aber auch gemeinsame und zum Teilen fähige monotheistische Religion mit eindeutig vergleichbaren Göttern, Riten und Gebeten... Der christliche Gott und Allah, Christus und Mohamed sind nichts als ewige Verkörperungen, die von den gleichen Gottheiten abgeleitet wurden, sowie auch die Propheten oder Geistlichen.

Der Parador aus der Luft aufgenommen Es gab nie ein wirkliches Schisma – nicht einmal durch die so genannte Invasion der Sarazenen – weder hinsichtlich des Glaubens, noch der Gebräuche und viel weniger noch bezüglich des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. (Es gab jedoch sehr wohl kriegerische Grausamkeiten, die fast immer auf wirtschaftliche Interessen oder politische Ambitione zurückzuführen waren).

Zum Ende dieser ursprünglichen Zeiten kam es durch die einen oder anderen Völker, die in diesem Gebiet eine weise Symbiose der Kulturen, Sprachen und Bräuche bildeten, und ihre geografische Nähe dazu, dass man die Gegend allgemein als mediterran bezeichnete. Heutzutage nennt man sie auch interkulturellen Treffpunkt. Genau zwischen der einen und der anderen Küste ließen sich die Tartesser, die Kolonien der Phönizier und die der kaiserlichen und mächtigen Römer nieder...

Aber auch arabische Invasoren, die wichtige Kulturen und bedeutende Technologien nach Iberien mitbrachten: Bewässerung, Hygiene... kultivierte Bräuche, so fein wie die öffentlichen Bäder, Bibliotheken oder die Musik, sowie die Notwendigkeit der Lektüre, um die Gesetze des Korans lesen zu können, die unbedingt befolgt werden mussten... Auch die Gastfreundschaft ist und bleibt ein weiteres Gebot unserer gemeinsamen Kulturen, die durch die nahe gelegene Meerenge kaum voneinander getrennt sind. Sicherlich wurden deshalb die Küsten von Mazagón von den Historikern als der „Schmelztiegel“ der arabisch-andalusischen Interkulturen bezeichnet...


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Parador de Mazagon ****
  Landkarte