Sie sind hier: Spanien / Andalusien - Paradores - Vielha und sein Parador

Vielha und sein Parador



 

Gefrorener Schnee


“Zwischen Spanien und Frankreich
erhebt sich eine Wand aus Stein,
vom Sturm und Schnee verweht, wie der
Arm Gottes,
und berührt das blaue Band der Sterne“
Jacinto Verdaguer

Der Parador Vielha Je nach der Gegend sind die Täler der katalanischen Pyrenäen völlig verschieden untereinander. Die Täler zum Atlantik hin sind anders als die gegen das Mittelmeer gerichteten. Die Wälder, die Tiere und die Gewässer, von denen diese trinken, sind alle anders. Auch die Landschaft ist überall anders. Die Felsen verbinden die Gipfel mit den Tälern. Hier im Westen zeigen die Berge die Zähne. Sie türmen sich bis zum Horizont auf, und trotzen nur der Nacht und dem Eis der Jahrhunderte, und bieten ihre Hänge und Weiden den Böcken, der Arbeit des Menschen und dem Tourismus an.

Nach der gründlichen Arbeit des Tertiär, welcher das Gebirge zu gleichen Zeit wie die Alpen in den Himmel emporhob, begann die Eisschmelze, welcher die Felsgrate abhobelte und den Bergen ihr heutiges Aussehen gab: blau, zerklüftet, mit schwarzen Tannen übersät, durch Täler voneinander getrennt, welche Wasser in Überfluss haben und mit Buchen bewaldet.

Aus der Zeit vor 65 Millionen Jahren, als das Eis noch alle Gipfel bedeckte, ist kein Lebenszeichen der Menschen überliefert. Erst nach der Schmelze begannen die Menschen die fernen Gipfel zu erkunden, um an den Hängen der Berge ihre primitiven Hütten und Gräber zu bauen. Um das Jahr 2000 v. Chr., während einer längeren Wärmeperiode, begannen die Hirtenstämme zum ersten Mal, das schwierige Land urbar zu machen. Diese Stämme bevölkerten diese Gegenden wahrscheinlich bis zur Invasion del Kelten, welche aus dem Herzen Europas von dem auftauenden Eis verdrängt wurden. Die damals einfallenden keltischen Stämme spalten das Gebirge in zwei Teile. Einige Stämme fallen von Frankreich über das Roussillon in Katalonien ein und bevölkern von dort aus das heutige La Rioja, Kastillien und bis hin nach Andalusien. Der andere Zweig bevölkerte Navarra und das Baskenland.

Eine neue Kultur bildet sich heraus, unterstützt von einem milden Klima mit weniger Regen, welches die Bevölkerung zusammenschmelzen lässt und ihre eine eigene Identität gibt. Es wird lange dauern, bis es den Römern gelingt, diese Identität zu verändern.


Zum Parador de Vielha geht es hier...


 

Parador de Vielha ****
  Landkarte