Pousada do Crato
Flor da Rosa
Portugal ~ Alentejo ~ Crato

Eine Burg, ein Kloster und ein Herzogspalast, alle zu unterschiedlichen Zeiten errichtet, verbanden sich in Crato zu einem merkwürdigen architektonischen Gebilde, das trotz seiner verwirrend anmutenden Stilmischung ausgesprochen harmonisch wirkt. Noch heute atmet man in jeder Ecke den Geist des Mystizismus ein, von dem das mittelalterliche Kloster des Malteserordens einst durchdrungen war. In der Pousada Flor da Rosa hat man es nämlich wohlweislich verstanden, dem Bauwerk seine ihm eigene, ursprüngliche Atmosphäre zu belassen, ja sie sogar noch besser zur Geltung zu bringen, auch wenn zeitgemäße Umbaumaßnahmen vorgenommen werden mussten.
Geschichte der Pousada do Crato
Um die Mitte des 14. Jahrhunderts ließ Álvaro Gonçalves Pereira, Vater des Feldherrn Nuno Alvares Pereira und Prior des Malteserordens, die Klosteranlage des Mosteiro de Santa Maria da Flor da Rosa errichten, in dessen angegliederten Palästen er seine Residenz aufschlug. Der anonyme Verfasser der "Crónica do Condestável" berichtet hiervon mit den folgenden Worten: “Und er ließ auch Flor da Rosa als sehr solide, gut gebaute Anlage errichten. Und darin ließ er eine der sehr frommen heiligen Jungfrau Maria geweihte Kirche erbauen, der man viel Ehr erweiset, alldieweil Gott an diesem Ort schon viele Wunder vollbracht hat. Und damit dem Ort noch größere Ehr zuteil werde, forderte er erneut seine Einkünfte ein. Und er bezog reichliche Erträge aus dem Orden, so dass sein Großmeister gut und ehrenhaft leben konnte”.
Das Kloster Santa Maria da Flor da Rosa, im grenznahen Gebiet und somit an exponierter Stelle erbaut, wurde zum Symbol für die Macht des Malteserordens im südlichen Portugal und leitete die Besiedlung der umliegenden Ländereien ein.
Die mittelalterliche Anlage weist eine gotische Grundstruktur auf, wobei hier und da architektonische Detail aus anderen Epochen hervortreten, insbesondere aus der Zeit der Manuelinik, die das Ergebnis späterer baulicher Ergänzungen darstellen.
Unübersehbar ist der wehrhafte Charakter des Komplexes, weist dieser doch vor allem mit seinen Türmen, den trutzigen Mauern und den schmalen Fensteröffnungen architektonische Merkmale auf, die mehr an eine Festung als an ein Klostergebäude denken lassen. Laut Oliveira Martins dauerte es rund zwanzig Jahre lang, bis das zwischen 1351 und 1356 begonnene Bauwerk vollendet war. Praktisch die gesamte Anlage stammt aus dieser Zeit: die Kirche, der kreuzförmige Grundriss, die Festungstürme und die Nebengebäude des Klosters.
Während des 16. Jahrhunderts erfolgten Umbauten, die vor allem Veränderungen an den Portalen und Fenstern betrafen. Weite Bogenfenster, teils mit Brüstungen versehen, durchbrachen nunmehr das Mauerwerk an Stellen, wo es zuvor keinerlei Öffnung oder nur die alten Schießscharten gegeben hatte. 1527 übernahm der Infant D. Luís, Sohn von König D. Manuel I., die Leitung des Malterserordens. Auf sein Betreiben wurden neuerliche Arbeiten in Gang gesetzt, deren Ziel die Schaffung eines theologischen Kollegiums für dreißig Ordensanwärter war.
Nachdem Portugal seine Unabhängigkeit eingebüßt hatte, begann die Anlage allmählich zu verfallen. 1615 wurde Pedro Tinoco damit beauftragt, sämtliche Gebäude des Priorats von Crato zu inspizieren. Im Rahmen seiner Inspektionsreise begab er sich auch zum Kloster FIor da Rosa, das er in folgendem Zustand vorfand: "Die Palastbauten von Flor da Rosa sind allesamt beschädigt und keiner wohnt mehr darin. Zu ihrer Wiederherstellung, und der der Kirche, ist dringend Hilfe geboten".
Da die Archive des Malteserordens in Portugal großteils verloren gegangen sind, weist unser Wissen über die Geschichte des Klosters Flor da Rosa große Lücken auf. Man weiß jedoch aus anderen Quellen, dass die gesamte Region fürchterlich unter den Restaurationskriegen zur Wiederherstellung der portugiesischen Unabhängigkeit gelitten hat, ist diese Gegend doch wiederholt von spanischen Truppen verwüstet und geplündert worden. Dies lässt vermuten, dass die Unruhen der damaligen Zeit auch im Kloster Flor da Rosa deutlich zu spüren gewesen sind.
Mit der Beschlagnahme der Güter des Malteserordens im Jahr 1789 schritt der Verfall des Klosters weiter voran, um mit der Auflösung der religiösen Ordensgemeinschaften im Jahr 1834 verheerende Züge anzunehmen. Die Verwahrlosung, der die Anlage nun lange Jahre ausgesetzt war, zog das gesamte Bauwerk in Mitleidenschaft, was schließlich dazu führte, dass ein starkes Unwetter am 17. Januar 1897 den vorderen Bereich der Kirche sowie einige Nebengebäude zum Einsturz brachte. Rasch eilten einige Bewohner der Umgebung herbei, die dieses Geschenk an hervorragendem Baumaterial weidlich auszunutzen gedachten und die Steine zur Wiederverwertung an anderer Stelle abtransportierten.
1910 wurde das Kloster Santa Maria da Flor da Rosa zum Nationalmonument erklärt und somit unter Denkmalschutz gestellt. Fünfzehn Jahre später wurde das Grabmal von Álvaro Gonçalves Pereira, dem Gründer des Klosters, nach einer Spendenaktion der Diözese in die Pfarrkirche verlegt. Erst in den 40er Jahren jedoch wurde auf Betreiben der portugiesischen Denkmalbehörde die Restaurierung der Kirche und der zu Ruinen verkommenen Teile des Klosters in Angriff genommen.
Was den Namen des Klosters betrifft, so wird die folgende Geschichte erzählt: “Vor langer Zeit lebte in einem kleinen Dörfchen ein Ritter von illustrem Namen, der sich sowohl bei Leuten edlen Geblüts als auch beim Volk großer Wertschätzung erfreute. Nun begab es sich aber, dass dieser Ritter so schwer erkrankte, dass ihm wohl nur noch wenige Tage auf Erden verbleiben würden. Aufgrund seines hohen Ansehens brachte man ihm zahlreiche Geschenke. Unter all den Menschen, die ihn aufsuchten, war auch eine Frau namens Rosa, die ihm eine Blume reichte: eben eine Rose. Für den Ritter war dies der schönste Besuch und das schönste Geschenk, das er sich vorstellen konnte, denn Rosa war seine Angetraute.
Alle Leute stellten sich nun auf den Tod des Ritters ein, das Schicksal jedoch kennt manchmal seltsame Tücken, und so war es Rosa, die nun starb, während der Ritter geheilt wurde.
Von diesem Tag an sah man den Ritter oftmals das Grab seiner Geliebten beweinen. Der Kummer brachte ihn allmählich um. In den letzten Stunden seines Lebens jedoch äußerte er zwei Wünsche: Erstens nämlich möge man ihm die Blume, die Rosa ihm geschenkt hatte, mit ins Grab legen, und zweitens solle dem Ort in Erinnerung an seine Geliebte der Name “Flor da Rosa” gegeben werde.”
Crato und die Hospitaliter
Im Jahre 1048 gründeten neapolitanische Kaufleute aus Amalfi zur Versorgung von Pilgern im gelobten Land das Hospital des hl. Johannes in der Stadt Jerusalem. Die Kongregation, die das Hospital leitete, verwandelte sich bald in einen autonomen Orden mit eigener Ordensregel, nämlich den “Souveränen Ritterorden vom Hospital des hl. Johannes zu Jerusalem”.
Später übernahm der Orden auch militärische Schutzfunktionen. So kam es, dass die Hospitaliter, ähnlich wie die meisten anderen Ritterorden, ihr wohltätiges Handeln mit kriegerischen Aufgaben verbanden.
Mit all den Ordenshäusern, die sich nunmehr über ganz Europa verteilten, sowie dem Ansehen, das er sich mittlerweile erworben hatte, organisierte sich der Orden in einer Weise, die sich an den Landes- und Sprachgrenzen orientierte. So gab es bald die Hospitaliter der Provence, jene von Frankreich oder Paris, die der Auvergne, jene in Italien und in Deutschland, die von Aragon und Kastilien sowie schließlich die von Portugal. Jeder dieser Zweige unterteilte sich seinerseits in Priorate, von denen wiederum die Kommenden abhängig waren. Intern unterschied man drei Klassen von Ordensmitgliedern, nämlich Ritter, Gottesdiener und Kapläne. Ihre schwarzen Gewänder und Umhänge waren sowohl auf dem Rücken als auch auf der Brust mit einem weißen Kreuz verziert.
Die Ankunft der Hospitaliter in Portugal dürfte zwischen 1114 und 1132 erfolgt sein. Laut zeitgenössischen Berichten war es Dona Teresa, die Witwe des Grafen Dom Henrique, die ihnen jene Ländereien am Flüsschen Leça vermacht hat, wo sie in Gestalt des Festungsklosters Leça do Bailio ihr erstes Ordenshaus errichteten.
Ähnlich wie die anderen Ritterorden zeichneten sich auch die Hospitaliter im Kampf um die Rückeroberung der von den Mauren besetzten Gebiete aus. Je weiter diese “Reconquista” vorankam, umso mehr dehnten sich die Besitzungen des “Ritterordens vom Hospital des hl. Johannes zu Jerusalem” auf südlichere Gebiete aus. So kam es, dass Dom Afonso Henriques, der erste portugiesische König, den Hospitalitern die Kirche S. João do Alporão in Santarém sowie die Kirche und Komturei von S. Brás in Lissabon schenkte. Unter dem nachfolgenden König überließ man ihnen die Burgen von Cernache do Bonjardim und Sertã sowie einen breiten Streifen Land am Tejo, wo die Ritter alsbald die Burg Belver errichteten.
Hierher wurde auch der Haupt- und Verwaltungssitz des Ordens verlegt. Unter den nächsten Herrschern setzten sich die Schenkungen fort, und zwar keineswegs nur im südlichen Landesteil, sondern auch in den Gebieten von Trás-os-Montes und in der Beira.
Aufgrund der Unterstützung, die das Priorat von Crato in der Krisenzeit von 1383 bis 1385 der Partei von Dona Beatriz gewährt hatte, wurden jedoch alle Macht und alles Ansehen, das sich der Ritterorden im Verlauf der Reconquista erworben hatte, zunehmend in Frage gestellt. Mit der Thronbesteigung von Dom João I. geriet der Orden schlicht in Vergessenheit. Erst Dom Afonso V. sollte ihn wieder rehabilitieren, um sich so für die Hilfe erkenntlich zu zeigen, die der Orden seiner Mutter während der Regentschaft seines Onkels, des Prinzen Dom Pedro, gewährt hatte.
Die Zentralisierungsmaßnahmen von König Dom Manuel hatten zur Folge, dass sich der Orden in der Person von Manuel de Noronha da Câmara letztmals eigenständig einen Prior wählen durfte, der also unabhängig von der Krone war. Zukünftig würde der König selbst für die Besetzung dieses Amts zuständig sein, wobei Dom Manuels Nachfolger diese Aufgabe seinem Bruder, dem Infanten Dom Luís, überließ. Diese Regelung blieb bis 1789 bestehen, als Königin Dona Maria I. von Papst Pius VI. die Bulle "Expedit Quam Maximo" erwirkte, mit der die Abtrennung des Priorats von Crato von der internationalen Ordensgemeinschaft endgültig besiegelt wurde. Mit dieser Maßnahme wurden die geistigen Belange dem heiligen Stuhl übertragen, während die weltlichen Güter auf die “Casa do Infantado” übergingen, eine von König Dom João IV. geschaffene Institution für die zweiten Söhne der portugiesischen Monarchen.
Allgemein:
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Ausstattung:
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Zimmer:
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** = In den meisten Pousadas steht 1 deutschsprachiger Fernsehkanal zur Verfügung.
Regionaltypische Gerichte:
- Rührei mit wildem Spargel
- Bacalhau mit Tomatensauce und Koriander
- Kalbssteak mit Käse aus Nisa
- “Tecolameco”
Restaurant-Informationen:
- Anzahl der Sitzplätze im Restaurant: 120
- Öffnungszeiten des Restaurants: 13.00 - 15.00 Uhr und 19.30 - 22.30 Uhr
- Durchschnittspreis pro Mahlzeit: 30€ (ohne Getränke)
Es ist 1 Versammlungsraum verfügbar:
- Versammlungsraum "Sala D. Nuno" mit natürlichem Licht und audiovisueller Ausstattung.
Vorhandene audiovisuelle Hilfsmittel:
- Fernseher
- Video
- Overheadprojektor
- Bildschirm 1,50 x 2m
- Flipchart
- Datashow
Aktivitäten in der Pousada do Crato:
- Schwimmbad
- Brettspiele
Aktivitäten in der Umgebung von Crato:
- Fahrradtouren im Gelände
- Jagdpartien (alle Arten von Wild)
- Besichtigungen von Kulturdenkmälern
- Schießplatz
- Themenausflüge
- Jeeptouren
- Ballonfahrten
- Fahrradtouren
- Reiten
- Wanderungen
- Karting
Sehenswürdigkeiten im Ort:
- Brunnen des Klosters (15. Jh.)
- Igreja de Nossa Senhora das Neves
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:
- Crato (2 km)
- Pfarrkirche (16. Jh.)
- Gemeindemuseum (im Palácio do Arco)
- Burgruine
- Anta do Tapadão (Dolmen)
- Burg und Gestüt von Alter do Chão
- Portalegre
- Castelo de Vide
Feste und Jahrmärkte:
- Fest des Pferdes (Alter do Chão)
- Kunsthandwerksmarkt und Gastronomiemesse
| Ort | Entfernung |
| Flughafen Lissabon | 207 km |
Welche Pousada ist maximal 250 Km von der Pousada do Crato entfernt? |
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| Übernachtungspreise Hotel Pousada do Crato | ||||||||
| alle Preise in Euro pro Person u. Nacht | 08.04.12 31.07.12 | 01.08.12 15.09.12 | 16.09.12 31.10.12 | |||||
| Doppelzimmer/Frühstück | 80,00 | 90,00 | 80,00 | |||||
| Preis pro Samstag | 95,00 | 105,00 | 95,00 | |||||
| Einzelzimmer/Frühstück | 150,00 | 170,00 | 150,00 | |||||
| Preis pro Samstag | 180,00 | 200,00 | 180,00 | |||||
Königliche Zimmer
Königs- und Königinnen Zimmer für eine unvergessliche Nacht
Die Pousada do Crato ist aus der Vereinigung drei verschiedener Gebäude entstanden, nämlich eines Schlosses, eines Klosters und eines Herzogpalastes, und ist daher unter Bewunderern der portugiesischen Geschichte eine der meist aufgesuchten Pousadas. Die Suitewände bestehen aus Stein und befindet sich im Bergfried. Es ist eines der am mittelalterlichst eingerichteten Zimmer der Pousada, das vor kurzem saniert wurde, viel Komfort und eine luxuriöse Dekoration bietet; das geeignete Zimmer für eine königlich verbrachte Nacht.
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Das Angebot umfasst:
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ab 190,- € pro Zimmer & Nacht |
Flitterwochen & Hochzeitsnacht
Einzigartige und unvergessliche Momente ... Hochzeitsnacht oder Hochzeitsreise in einem Schloss, einem Kloster, einem Palast oder Burg.
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Das Angebot umfasst:
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ab 180,- € pro Zimmer & Nacht |
Golden Age ( 55plus )
Wenn Sie 55 Jahre oder älter sind, geniessen Sie Ihre Freizeit, indem Sie Portugal durch seine Pousadas kennenlernen.
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Das Angebot umfasst:
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55plus Angebot Bitte hier klicken |
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