Pousada de Horta
Forte de Santa Cruz
Portugal ~ Azoren ~ Horta

In einem Fort aus dem 16. Jh. untergebracht, das oberhalb einer Bucht errichtet wurde und seit 1947 den Rang eines Nationalmonuments genießt, bietet die Pousada da Horta einen einzigartigen Ausblick auf das grandiose Landschaftsbild der Insel Pico sowie den berühmten Hafen, in dem sich Jachten aus aller Welt tummeln. Mit Sicherheit ist dies ein idealer Ort für unvergessliche Momente, gleich ob man hier aus geschäftlichen Gründen oder nur zur Erholung weilt. Äußerst verlockend sind hier Wanderungen, Fahrradtouren, Ausritte oder auch Tauchgänge, hat man dabei doch stets eine paradiesische Kulisse vor Augen.
Geschichte zur Festung Santa Cruz
Die Festung Santa Cruz wurde, wie andere Festungsanlagen auf den Azoren auch, ursprünglich zum Schutz gegen maurische Piraten errichtet. Ihr Grundstein wurde 1567 gelegt, und um das Bauwerk zu finanzieren, wurde eine Steuer in Höhe von zwei Prozent auf alle Ein- und Ausfuhren sowie auf die Hafenzölle erhoben. Dennoch kam das Vorhaben aufgrund unzureichender Geldmittel nur langsam voran, weshalb 1572 eine zusätzliche Abgabe auf Fleisch, Olivenöl, Wein und Salz erlassen wurde, um so die Fertigstellung des Gebäudes zu beschleunigen.
Um die Festung ihrem Zweck gemäß zu bewehren, wurden einige Kanonen und Waffen auf die Insel geschafft.
1580 wurde Portugal von den Spaniern besetzt, die Azoren jedoch hielten treu zu Dom António, den Prior von Crato, und so gelang es den neuen Machthabern nur mühsam, sich die Inseln untertan zu machen. Sie griffen Faial mit einem Geschwader von zwölf Galeonen und vier kleineren Schiffen an, das mit einer 1.500 Mann starken Truppe rund 2 km südlich der befestigten Inselhauptstadt, also in Reichweite der Festung Santa Cruz, an Land ging. Dort stießen die Eindringlinge zunächst nur auf geringen Widerstand, je mehr sie sich jedoch der Stadt näherten, um so erbitterter setzten sich Portugiesen und Franzosen zur Wehr (Um die kleine portugiesische Garnison zu verstärken, waren 400 französische Soldaten entsandt worden).
Der Kampf dauerte einen ganzen Tag lang. Die Verteidiger hatten sich auf dem Hügel verschanzt, wo sich heute die Wetterstation befindet, doch gelang es den Spaniern, sie von dort zu vertreiben. Folglich blieb den Widerständlern keine andere Wahl, als zur Festung zurückzukehren, wo sie alsbald ihre Waffen streckten. Den Franzosen wurde es gestattet, ohne Kriegsausrüstung und ohne Hab und Gut von dannen zu ziehen, die meisten Portugiesen hingegen versteckten sich im Gebüsch, bevor die Spanier die Festung in Besitz nahmen. Der portugiesische Gouverneur wurde am Galgen gehenkt und die Stadt, wie es damals üblich war, ordentlich geplündert.
Als die spanische Flotte ihre Anker wieder lichtete, hinterließ sie eine 80 Mann starke Garnison, die in der Festung die Stellung halten sollte und zu Lasten der Gemeinde versorgt werden musste. Jahre später beschwerte sich die einheimische Bevölkerung über die hohen Kosten und erbot sich, selbst die Festung zu schützen, ein Angebot, auf das die Spanier denn auch tatsächlich eingingen.
Im September 1589 griff Graf Cumberland die Insel Faial an (England und Frankreich unterstützten nämlich den portugiesischen Thronprätendenten António gegen die Spanier). Dieser zerstörte die Festung teilweise, versenkte ihr Waffenarsenal im Meer und verlangte ein Lösegeld für die Herausgabe des Orts. Im Verlauf dieser Ereignisse brachte einer von Cumberlands Kapitänen eine detaillierte Beschreibung der Festung zu Papier, die in “Hakluyt’s Voyages” veröffentlicht wurde. Sie beweist, dass die Festungsmauern und Kanonen genau so angeordnet waren, wie man sie noch heute an selbiger Stelle vorfindet.
Nachdem die spanischen und portugiesischen Verbände die Festung wieder in Besitz genommen und instand gesetzt hatten, wurde sie 1597 von Sir Walter Raleigh, seines Zeichens zweiter Kommandant eines großen englischen Geschwaders unter dem Oberbefehl des Grafen von Essex, erneut angegriffen und eingenommen. Als letzterer tags darauf eintraf, zürnte er heftig über Raleigh, da dieser die Insel ohne den Befehl des Admirals attackiert hatte (Es heißt sogar, dass sich Essex und Raleigh am Strand fast duelliert hätten). Nichtsdestotrotz gab Essex den Befehl, die Stadt zu plündern, was zur Folge hatte, dass unzählige Kirchen ausgeraubt und in Brand gesetzt wurden.
Als die Spanier 1640 aus Portugal vertrieben wurden, flüchteten sie überstürzt, und die Portugiesen nahmen erneut von der Festung Besitz.
Jahre später wurde eine freiwillige Miliz gebildet, deren Mitgliedern ein Wohnrecht in eigenen Häusern sowie ein Recht auf Arbeit zugebilligt wurde, wenn sie auch sonst mit einem äußerst niedrigen Sold auskommen mussten. In Ermangelung finanzieller Mittel verfielen die Gebäude zusehends.
Im Verlauf jenes neuerlich aufbrechenden Konflikts zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika, der bisweilen als "Zweiter Unabhängigkeitskrieg" bezeichnet wird, lief am 26. September 1814 das von Samuel Chester Reid befehligte amerikanische Kriegsschiff “General Armstrong” im Hafen von Horta ein. Kaum waren ein paar Stunden verstrichen, da tauchte auch schon ein britisches Geschwader unter dem Oberbefehl von Admiral Lloyd auf, zu dem unter anderem das Schiff “Carnation” zählte, welches unweit der “Armstrong” seine Anker setzte.
Bei Einbruch der Dunkelheit wurden von dort aus mehrere Boote mit bewaffneten Männern losgeschickt. Nachdem Reid diese vergeblich aufgefordert hatte, sich zurückzuziehen, erteilte er seinen Leuten Schießbefehl, woraufhin zwei Briten getötet und sieben verletzt wurden. Auch zwei Amerikaner verloren bei dem Scharmützel ihr Leben. Der Zivilgouverneur von Faial ließ Admiral Lloyd daraufhin eine Botschaft mit der dringenden Bitte überbringen, unverzüglich alle Feindseligkeiten einzustellen, da sich die “Armstrong” in einem neutralen Hafen befände. Lloyd wollte davon jedoch nichts wissen und grifft stattdessen wenige Stunden später mit 12 Booten und 300 Mann erneut das amerikanische Schiff an.
Die Schlacht dauerte einige Tage lang und war die letzte, die zwischen Briten und Amerikanern geschlagen wurde – sehr zum Ruhm von Kapitän Reid, während das Ansehen von Admiral Lloyd deutlich Schaden nahm. Einige der damals eingesetzten Kanonen wurden auf Bitten der amerikanischen Regierung dem Marinemuseum in Washington übereignet, wohingegen man andere in der Festung beließ, wenngleich diese nicht eindeutig identifiziert sind.
Im Verlaufe der Auseinandersetzungen zwischen Royalisten und Anhängern einer liberalen Verfassung, die damals in Portugal virulent waren, setzten Militärs am 3. September 1825 einen treuen Gefolgsmann von König Dom Miguel als Machthaber auf der Insel Faial ein. Am 4. November landete dort, nur wenige Meilen von der Inselhauptstadt entfernt, zu nächtlicher Stunde eine Fregatte mit einem Trupp der Liberalen, dem sich eine kleine Schar einheimischer Sympathisanten anschloss, die sich der Festung bemächtigen konnten. Der Gouverneur floh gemeinsam mit dem Militärkommandanten aus der Stadt, um zwei Tage später mit einer Truppe zurückzukehren, die schlagkräftig genug war, um die Festung zurückzuerobern. Hierauf wurde zu einer Revolte aufgerufen, die zwar kaum mehr als anekdotenhaften Charakter beanspruchen kann, aber doch als wichtiger Impuls für die demokratischen Kräfte erwähnt zu werden verdient, sollten diese doch im Jahr 1831 mit der Ankunft des Conde Vila-Flor und der Flucht der Royalisten schließlich triumphieren.
Bemerkenswert ist, dass Faial im Vergleich zu den anderen Azoreninseln mehr Freiwillige anzog, die auf Seiten der Liberalen kämpften, ein Umstand, der den König 1833 dazu nötigte, Horta die Stadtrechte zu verleihen.
Der Eingang zur Festung wurde 1847 erneuert, weswegen dieses Datum über dem Festungstor prangt.
Insel Faial - Stadt Horta
Faial ist eine von neun Inseln, die den Azorenarchipel bilden. Sie wurde während der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entdeckt und ab 1460 besiedelt, als sich zunächst Einwanderer aus dem nördlichen Portugal im Gebiet um Cedros niederließen. Später trafen Menschen flämischer Herkunft ein, die jenen Ort besiedelten, den man noch heute als “Vale dos Flamengos” (“Tal der Flamen”) bezeichnet.
1498 wurde die Insel von König Dom Manuel I in den Rang einer kleinen Stadt (“Vila”) und am 4. Juli 1833 in den einer Stadt (“Cidade”) erhoben. Heute besteht die Insel einzig aus dem Gemeindebezirk der Stadt Horta, deren Name sich von demjenigen des ersten Lehnsempfängers Joss Van Hurtere herleitet.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige waren der Anbau von Weizen und die Herstellung von Teigwaren. 1876 wurde der Ausbau des Handelshafens in Angriff genommen, der später von den Flottenverbänden der Alliierten bei beiden Weltkriegen als Stützpunkt genutzt werden sollte.
1893 wurde das erste unterseeische Telegraphenkabel verlegt, das die Stadt Horta mit Lissabon (Carcavelos) verband. Die Anwesenheit diverser Gesellschaften, die mit telegraphischen Fernverbindungen via am Meeresboden verlaufender Kabel ihr Geschäft machten, hatte bedeutende Auswirkungen für die Bewohner der Insel Faial, und zwar sowohl in wirtschaftlicher, kultureller und sportlicher Hinsicht wie auch in Bezug auf die urbane Entwicklung der Stadt Horta, war diese doch in der Zeit zwischen 1893 und 1969 eine wichtige Schaltstelle für Transatlantikverbindungen.
Am 17. Mai 1919, beim ersten Transatlantikflug überhaupt, legte das Wasserflugzeug NC4 unter dem Kommando von Kapitän Albert C. Read in der Bucht von Horta eine Zwischenlandung ein, und am 21. November 1933 ließ auch Charles Lindbergh, damals in Diensten der Pan American Airways, sein Flugzeug in Horta landen.
Seit den 60er Jahren wurde die Insel immer häufiger von Jachten angelaufen. 1971 wurde in der Gemeinde Castelo Branco der Flughafen von Horta eröffnet, und 1985 nahm die portugiesische Fluggesellschaft TAP Direktverbindungen zwischen Horta und Lissabon auf. 1986 wurde in Gestalt der Marina da Horta der erste Vergnügungshafen auf den Azoren eingeweiht.
Die Stadt Horta beherbergt überdies den Sitz der gesetzgebenden Versammlung des Autonomiegebiets der Azoren, die Fakultät für Ozeanographie und Fischfang der “Universidade dos Açores”, eine Wetterstation und eine Radarstation der Marine.
Allgemein:
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Ausstattung:
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Zimmer:
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** = In den meisten Pousadas steht 1 deutschsprachiger Fernsehkanal zur Verfügung.
Regionaltypische Gerichte:
- Knusprige Grieben auf Ananasscheiben
- Im Ofen gegarter Thunfisch
- Fleischtopf nach Art der Insel Faial
- Maracujatörtchen
Restaurant-Informationen:
- Anzahl der Sitzplätze im Restaurant: 50
- Öffnungszeiten des Restaurants: 13.00 - 15.00 Uhr und 19.30 - 22.00 Uhr
- Durchschnittspreis pro Mahlzeit: 30€ (ohne Getränke)
1 Saal mit natürlichem Licht, ausgestattet unter anderem mit Internetzugang und Klimaanlage.
Vorhandene audiovisuelle Hilfsmittel:
- Bildschirm
- Fernseher
- Video
- Datashow
- Flipchart
- Mikrofonanlage
Die Pousada stellt einen kostenlosen Parkplatz sowie Wirtschaftsfachblätter (Tages- und Wochenzeitungen) in den Zimmern.
Aktivitäten in der Pousada de Horta:
- Schwimmbad
- Brettspiele
Aktivitäten in der Umgebung von Horta:
- Fahrradtouren
- Reiten
- Tauchen
- Angeln
- Beobachtung von Walen und Delphinen
- Wanderungen
Sehenswürdigkeiten im Ort:
- Aussichtspunkt Espalamaca
- Scrimshaw-Museum
- Halbinsel Guia
- Vulcão dos Capelinhos mit Museum
- Kraterkessel des Cabeço Gordo
- Stadtmuseum
| Ort | Entfernung |
| Flughafen Horta | 10 km |
| Übernachtungspreise Hotel Pousada de Horta | ||||||||
| alle Preise in Euro pro Person u. Nacht | 08.04.12 31.07.12 | 01.08.12 15.09.12 | 16.09.12 31.10.12 | |||||
| Doppelzimmer/Frühstück | 73,00 | 90,00 | 73,00 | |||||
| Preis pro Samstag | 73,00 | 90,00 | 73,00 | |||||
| Einzelzimmer/Frühstück | 135,00 | 170,00 | 135,00 | |||||
| Preis pro Samstag | 135,00 | 170,00 | 135,00 | |||||
Flitterwochen & Hochzeitsnacht
Einzigartige und unvergessliche Momente ... Hochzeitsnacht oder Hochzeitsreise in einem Schloss, einem Kloster, einem Palast oder Burg.
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Das Angebot umfasst:
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ab 180,- € pro Zimmer & Nacht |
Golden Age ( 55plus )
Wenn Sie 55 Jahre oder älter sind, geniessen Sie Ihre Freizeit, indem Sie Portugal durch seine Pousadas kennenlernen.
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Das Angebot umfasst:
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55plus Angebot Bitte hier klicken |
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