Die Provinz Cordoba erstreckt sich über eine Fläche von 13.732 km² und liegt im Flusstal des Guadalquivir. Sie zählt 788.287 Einwohner. Ca. 40% davon leben in Cordoba.
Sie grenzt an die Provinzen Malaga, Sevilla, Badajoz, Ciudad Real, Jaen und Granada.
Der Guadalquivir durchquert die Stadt von Westen nach Osten und teilt sie in zwei fast symmetrische Teile. Diese Stadtteile besitzen ganz unterschiedliche
Charakteristiken im Hinblick auf die Geographie und die Landwirtschaft.
Der Teil nördlich des Flusses umfasst die Bergzone von der Sierra Morena und eine Hochebene, die sich bis zum Guadalquivir erstreckt. Hier handelt es sich um
Viehzuchtgebiete. Das Gebiet südlich des Flusses besteht aus einer Ebene, mit den Namen Campina. Sie breitet sich vom Südwesten bis nach Sevilla aus.
Dieses Gebiet eignet sich hervorragend für die Landwirtschaft.
Im südlichsten Teil befindet sich die Penibetica – Zone. Hier finden Sie Rebe – und Olivenanbau. Montoro, Pozoblanco, Priego de Cordoba, Pedroches, Almodovar de Rio,
Fernan Nunez, Montilla, Puente Genil, Hornachuelos, Cabra und Lucena sind die Hauptdörfer der Provinz.
Zur Provinz von Cordoba gehört auch die Gegend der nördlichen Bergketten oder Sierras. Viele gehören zum Naturschutzpark Sierra de Hornachuelos.
Dieser Naturpark stellt das größte geschützte Gebiet der Provinz dar. Dort sind Korkeichen, Steineichen und Unterholz zu finden. Aus diesem Grund hat der Naturpark
einen großen Tier und Jagdwert.
Die Hauptstadt bietet zahlreiche Monumente. Mehr Informationen darüber finden Sie unter: Cordoba Stadt.
Seit der Altsteinzeit war die Provinz Cordoba von menschlichem Leben geprägt. Tartesser und Oretaner wetteiferten um den Besitz der Ländereien und um die Ausbeutung
ihrer Eisenerz-, Blei und Kupferminen.
Die Römer eroberten das Land, fasziniert von der landschaftlichen Schönheit und den fruchtbaren Tälern. Von ihrer Anwesenheit zeugen die unzähligen Bauwerke,
die über die ganze Provinz verstreut liegen.
Nach der Verbreitung der Mauren über die iberische Halbinsel wurde das Al-Andalus-Gebiet um Cordoba zum Zentrum der kulturellen und wirtschaftlichen Strömungen
des mittelalterlichen Europas.
Unter dem unabhängigen, von Abderraman I gegründeten Emirat und dem Kalifat der Omeyas, unter Abderraman II, erlebte Cordoba seine historische Blütezeit.
Die Schriften der großen Gelehrten- Seneca, Maimonides und Averroes, trugen den Glanz und Ruhm Cordobas in die ganze Welt. Nach der Eroberung durch die Christen,
der Wiederbesiedelung des Guadaquivir-Tals durch Karl III und die gesellschaftlichen Unruhen des 19. Jh. begann die Geschichte der Provinz eine neue Richtung
einzuschlagen. Heute birgt diese privilegierte Enklave Andalusiens eine so eindrucksvolle Sammlung an Baudenkmälern, dass auch der anspruchsvollste Besucher
entzückt ist.
Das Castillo de Almodóvar liegt ca. 35 km westlich von Cordoba im Tal des Guadalquivir. Schon von weitem können sie dieses beeindruckende Bauwerk erkennen.
Die Burg verfügt über neun Türme. Erbaut wurde sie erstmals im Jahre 760 von den Arabern. Im Jahre 1240 fiel sie unter der Herrschaft von Ferdinand III in die
Hände der Christen.
Im Jahre 1903 wurde die Burg restauriert, dies dauerte bis ins Jahr 1936.Sein Besitzer damals war der Graf Conde de Torralva.
Die Burg befindet sich heute in einem sehr guten Zustand.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Castillo de Almodóvar
14720 Almodóvar del Rio ( Cordoba )
Tlf.: 957 – 634055
FAX: 957 – 635284
Email: turismo@casillodealmodovar.com
Web:
www.castillodealmodovar.com
Die Provinz Cordoba erfreut sich einer langen Handwerkstradition, die sich im Laufe durch den Einsatz neuer Technologien bei der Behandlung der Rohstoffe weiter
entwickelt hat: dazu gehören Tonerde, Gold und Silber, Bronze und Kupfer.(p>
Im Norden, in Hinojosa del Duque und Pozoblanco erhalten die Tonerzeugnisse eine interessante rote Färbung, die durch den hohen Eisenanteil in der Tonerde entsteht.
Im Süden verwendet man eine Mischung aus Kohlensäure und Tonerde, wodurch die Tonerzeugnisse einen rosa-gelblichen Farbton bekommen; bei Zusatz von Salz entsteht weißer
Ton von leuchtender Schönheit. Wohlverdienten Ruhm besitzen die Tongefässe aus Lucena, die Wasserkrüge und Kübel aus Baena, die Wasserflaschen von La Rambla und die
Blumentöpfe aus Alcolea. Ferner hat man die Muster und die Technik dieses Handwerks aus der Zeit der Kalifen zu neuem Leben erweckt und verwendet zu
Dekorationszwecken die geometrischen und pflanzlichen Muster sowie die arabischen Kufenschrift.
In der Lederverarbeitung hat sich die Tradition des Punzens erhalten, bei dem aktuelles Design für Form und Farbgebung verwendet werden.
Die Sattler von Baena stellen Zaumzeug für Pferde aus Leder und Stoffe her. In Almodovar del Rio werden Reitsättel angefertigt.
Die Liebhaber der Jagd finden in Montoro Jägerstiefel, Überhosen, Patronengürtel, Ledertaschen und Gewehrhüllen, die aus gefettetem Rindsleder bestehen.
Die für das Binnenland typische Küche von Cordoba verwendet als Hauptzutaten die Produkte der Jagd, ihrer Viehzucht darunter Schafe, Ziegen und Schweine und die
vielfältigen Erzeugnisse aus dem Obst und Gemüseanbau.
Das Olivenöl und die hervorragenden Weine aus der „campina“ stellen unverzichtbare Elemente dieser Küche dar. Zu empfehlen sind der Bohneneintopf,
das Rührei mit grünem Spargel, „cochifrito“ (geschmortes Lamm oder Zicklein), die Lammkasserolle, „migas serranas“ (geröstete Brotkrumen nach Gebirgsart) und
geschmorter Ochsenschwanz, dessen Hauptzutat vom Kampfstier stammt.
Der Gazpacho und der „salmorejo“ (dickflüssiger Gazpacho) sind besonders während der heißen Sommerzeit zu empfehlen. Die Gastronomie von Cordoba hat
auch mozarabische Rezepte in ihr kulinarisches Angebot aufgenommen, darunter Lammbraten mit Honig, der zu jeder Jahreszeit hervorragend ist.
Innerhalb des allgemein herrschenden, typisch mediterranen Klimas, bietet die Provinz Cordoba eine differenzierte Klimakarte.
Die Beschaffenheit ihrer Erdoberfläche ist sehr unregelmäßig: es gibt Regionen mit schroffen Gebirgen, Tälern und Ebenen mit sanften Hügeln.
Hinsichtlich der Temperaturen erlebt man hier starke Kontraste zwischen Sommer und dem Winter, wobei die Übergangszeiten, Frühjahr und Herbst, ungleich lang sind.
Die mittlere Temperatur liegt bei 18° Celsius.