
Die Provinz Malaga ist die kleinste unter den acht Provinzen in Andalusien, jedoch aufgrund ihrer Lage einer der wichtigsten Knotenpunkte unter ihnen.
Von den fast 1.500.000 Einwohnern, leben knapp die Hälfte in der gleichnamigen Hauptstadt.
Das Tausende von Jahren alte und schon in der Vergangenheit weltoffene Malaga hat sich seine historischen Wurzeln erhalten. In längst vergangenen Zeiten war die
Provinz Zeuge und Ursprung menschlichen Siedlungen und der mediterranen Kultur.
Heute steht sie an erster Stelle in der Tourismusbranche Andalusiens und hält die Tradition als gastfreundliches und kreatives Land aufrecht.
An der Küste, wo es niemals Winter wird, ist Malaga dem Meer gewidmet. Im Hinterland bestimmen die Berge das Leben und bezaubern durch ihre Naturschönheit.
Weiße Dörfer mit herrlicher Architektur, umgeben von romantischen Legenden, stellen einen Lichtpunkt in den versteckten Tälern dar, in denen das Leben friedlich verläuft.
Von den Gipfeln der Berge geht der Blick bis zum Horizont und verliert sich in der unendlichen Weite des Meeres.
Die Geschichte dieser einzigartigen Provinz spielt sich zwischen dem Meer und den Bergen ab. Ihre über 3000 Jahre alte Hauptstadt war Zeuge und Mitwirkende am
wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung des westlichen Mittelmeers.
Das phönizische Malaka entwickelte sich zunächst unter römischer Herrschaft zu einem blühenden Handelszentrum. Nach der maurischen Invasion im 8. Jh. wurde der
Landstrich islamisiert und später dem Nasridenreich von Granada angegliedert, wo er erneut eine Zeit des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs erlebte.
1881 wurde in Malaga der Maler Pablo Ruiz Picasso geboren, ein „Malagueno“ von Weltruf.
Im 19. Jh. ermöglichten die Hochöfen und die mächtige Textilindustrie der Familie Larios sowie die Kommerzialisierung der hiesigen Weine eine bedeutende wirtschaftliche
Entwicklung für die gesamte Provinz.
Nach einigen Jahrzehnten der Schwierigkeiten betrat in der Hälfte des 20. Jh. sowohl Malaga als auch die Costa del Sol die internationale Bühne der mächtigen
Tourismusindustrie. Sie erlebte ein rasantes Wirtschaftswachstum.
Jedes Jahr wählen Millionen von Besuchern aus aller Welt dieses paradiesische Fleckchen Erde, um sich an seinen sonnenverwöhnten Stränden zu erholen, sein reiches
Erbe an Kunstdenkmälern kennen zu lernen oder die wilde Schönheit seiner Berglandschaft zu erforschen.
Die Sehenswürdigkeiten der Provinz Malaga erleben Sie, wenn Sie die unterschiedlichsten Routen durch diesen wunderschönen und abwechslungsreichen Landstrich, machen.
Erleben Sie die Vielfalt auf den folgenden Routen:
- Route der Axarquia
- Route von Antequera
- Route der Bergregion Ronda
- Route der westlichen Costa del Sol
- Route im Tal des Guadalhorce
Landestypisch, mit exzellentem Komfort, wohnen Sie in der gesamten Provinz Malagas in den Parador - Hotels.
Die drei großen Naturparks:
- Parque Natural Montes de Malaga
- Parque Natural Sierra de las Nieves
- Parque Natural Los Alcornocales
gehören ebenso zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Provinz Malaga.
Die Küste von Malaga bietet ein unendliches Angebot. Kleine Fische, wie Sardellen, Meerbarben, Holzmakrelen, große und kleine Tintenfische, werden in frittierter
Form gereicht. Dieses Gericht ist Symbol für die einfache Küche Malagas.
Besonders lecker sind die Garnelen, die Herzmuscheln und die gekochten oder gegrillten „cigalas“ (Kaisergranaten).
Im Inneren der Provinz werden hervorragende Wurst- und Schinkenwaren hergestellt wie Paprikawurst, Schweinerückenschinken, Blutwürste sowie herzhafte Gerichte,
wie Kalbfleisch in Knoblauchbutter, gebackenes Zicklein, Kasserolle mit Kaninchen oder Hase.
Die Gazpacho, das bekannteste Gericht der andalusischen Küche, wird in Malaga auf verschiedene Weisen zubereitet: Ajoblanco (weiß mit Mandeln), Porra Antequerana
(dickflüssig mit Tomate), Gazpachuelo (warme Suppe mit Fisch und Kartoffeln), Gazpacho tostado (mit Brot).
Als Aperitif und zum Nachtisch gibt es hervorragende Weine aus der Umgebung: süße Weine aus Rosinen und Muskateller Traube sowie der international berühmte
Pedro Ximenez.
Die „Yemas de Ronda“ (Eigelbgebäck), polvorones (Mandelgebäck), alfajores (Gewürzkuchen) und der Biskuit mit Trauben gehören ebenfalls in die hiesige Küche.
Eine ganze Welt voller Genüsse, die der Besucher in diesem tausendjährigen Landstrich erleben kann.
Die alten handwerklichen Traditionen erfuhren durch den Fremdenverkehr einen neuen Impuls. In Malaga vereint sich die Töpfertradition mit kreativer Keramik.
Im alten Tontöpferhandwerk stechen die „Tonwaren aus Malaga“ hervor, die volkstümliche Szenen und Figuren darstellen. Die Schmieden von Arroyo de la Miel, Marbella,
Humilladero, Cartama, Estepona oder Fuengirola bringen bedeutende Kunstschmiedearbeiten hervor.
Handgeknüpfte Teppiche findet man in Marbella und Estepona. Als Hauptmaterialien verwendet man Baumwolle, Wolle, Leinen und Jute.
Berühmt sind auch die Stickereien auf Tischdecken, Taschentücher und Bettwäsche aus Macharaviaya.
Die schönsten regionalen Trachten und Reitkostüme findet Sie in Antequera.